GEORGE

Live: Albumtaufe in der Mühle Hunziken am 5. Oktober 2018

Bild Fredi Hallauer

Die Mühle Hunziken war seit Tagen ausverkauft und so startete dann das Konzert mit George und seiner guten Band vor einem zahlreichen Publikum. Viele Seeländer kamen nach Rubigen und so begannen sie bereits am Anfang mitzusingen. George war relativ schlecht bei Stimme, oder wurde er so zurückgemischt, weil er vor allem bei den neuen Liedern oft den Ton bzw die melodie nicht fand. Er war sehr nervös. Seine Musiker sangen dafür kräftig im Background und auch seine Backgroundsängerin brillierte mit starker Stimme. Bei den Liedern des Albums „Buuregiel“ war George stimmlich viel präsenter und sang einigermassen richtig. Im ersten Set kamen ein paar neue Lieder, aber manchmal hatte man das Gefühl man sei an der Albumtaufe von „Buuregiel“. Da sang George und das Publikum mit ganzem Herzen mit. Gegen Ende des Sets kam der erste Gast auf die Bühne, es war Schibä und da wurde auch George lockerer.

Bild Fredi Hallauer

Im zweiten Set waren dann die Gäste Natacha und Roberto Brigante mit George auf der Bühne und brachen für ihn das Eis.

Bild Fredi Hallauer

Natacha schaffte es, dass das Publikum auch bei einem neuen Song kräftig mitsang. Fast am Schluss liess es George mit „Travellin‘ Band“ von CCR rocken, um zu zeigen wie er begonnen hatte. Ehrlich gesagt das kann er immer noch und da war die Stimme stark. Es wurden dann noch ein paar Hits gesungen zum Schluss und so endete die Albumtaufe von einem sehr sympathischen George, seinen Musikern und seinen Gästen.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

Album: „Fründe für immer“ (Muve)

images-1.jpeg

George ist mit neuen Liedern nach einer Pause zurück. Warum er pausierte singt er gleich im mitreissenden ersten Lied „Comeback“. Die Lieder sind George vom Text her, eigene Erlebnisse, ehrlich und offen getextet. Musikalisch ist es schöner Mundartrock/Pop teils ziemlich folkrockig mit Örgeli und akustischer Gitarre, aber nicht im Stile von Alpentainer. Nein George ist ein Flachlandindianer wie er im gleichnamigen Lied im Duett mit Schibä singt. Weitere Gäste sind Roberto Brigante , Natacha und Läärguet Chörli. Gelungen ist auch das Cover von BAP „Graduus“. George überzeugt mit diesem Album und er bleibt ein wichtiger Sänger im Mundartrock.

Fredi Hallauer

TRAUFFER

Album: „Pallanza Deluxe Edition“ (Universal)

image002.jpg

ja es stimmt, das ist ein altes Album, genau gesagt 10 Jahre alt. Es ist Trauffer’s erstes Soloalbum nach der Auflösung von Airbäg. Nun sind aber zu den 11 Originaltiteln 2 neue und 5 akustische Versionen dazu gekommen. Trauffer in dieser Phase war ein interessanter Mundartrock Musiker. Da ist nichts von Alpentainer und auch nichts mehr vom Blödeln aus der Airbäg Zeit. Es sind Mundartrocksongs welche vom Leben erzählen mit den verschiedensten Facetten. Viel dreht sich natürlich um das Zusammenkommen und Auseinadergehen, um Wunschträume und Wirklichkeit. Die beiden neuen Songs entstanden wohl in der gleichen Zeit und ergänzen die elf original Lieder. „Honigmond“ und „Wiit ewäg“ heissen sie. „Pallanza“ ist ein Album das heute, auch musikalisch, noch seine Gültigkeit hat.

Fredi Hallauer

KUMMERBUBEN

Album: „Itz mau Apokalypse“ (Irascible)

Kummerbuben - Apokalypse - Cover.jpg

Die Kummerbuben sind mit sechs neuen Songs wieder da. Die Rumpelrocker spannten mit einem 80 köpfigen ad-hoc Orchester aus Bern zusammen. Die schöne Musik balanciert nahe am Abgrund von zusammenfallenden Welten der Protagonisten. Wie immer liegt in den Texten der Kummerbuben viel Zynismus und satirisches versteckt. Auch andere Mundartrocker werden zitiert mit der Zeile „Wär scho gäng gärn e Fischer gsi“. Die Texte haben es in sich und man muss sie sich öfter anhören um die ganze Wirkung zu entdecken, aber ebenso die Musik. Sicher eines der besten Alben des Mundartrocks.

Fredi Hallauer

RÄMLERS

Album: „Mit Liib und Seel“ (Sound Service)

images.jpeg

Diese Band war früher einmal eine Guggenmusik und so sind sie immer noch schräge Vögel, ein wilder Haufen und gut Freunde. diese Band gibt es seit 37 Jahren und vor 13 Jahren erschien ihre letzte CD. Noch nie von den Rämlers gehört, ich auch nicht. Sie kommen aus dem Glarnerland und spielen Mundartrock der alten Schule, lies Polo Hofer und Span. Sie sind 13 Leute und haben ein grosses Gebläse dabei und das gibt viel Sound.  Dieser Sound reisst mit und geht ins Herz oder zur Seele. Textlich singen sie viel vom Glarnerland, von Geschichten die jedem passiert sind oder hätten passieren können. Es sind so richtige Mundartrock Texte mit viel Heimatgefühl und mit der rosaroten Brille geschrieben. Das Lied vom Klöntalersee „Chmüntel“ erinnert dann auch eindeutig an „Louenesee“ wie kann es auch anders sein. Rämlers sind eine tolle Partyband und diese CD eignet sich zum Feiern und mit Leib und Seele dabei zu sein.

Fredi Hallauer