MEGAWATT

Album: „Megawatt“ (Hitmill/Phonag)

Megawatt ist eine neue Mundartrockband. Der Sänger kommt aus dem fürstentum Liechtenstein, was an seinem dialekt deutlich zu hören ist. Ob die anderen Musiker ebenfalls aus dem Liechtenstein kommen ist mir nicht bekannt. Megawatt sind fünf Mundartrocker mit typischem Aussehen. Beim ersten Lied „80er Jahr“ drücken sie kräftig ab, auch mit toller E-Gitarre. Das Stück singt von der Erinnerung wie es damals in den 80igern war, als sie noch jung waren. Eine schöne Melodie und klar rockig, ein bisschen wie Gotthard, aber in Mundart. Dann wird die Musik von Lied zu Lied immer braver und die Texte immer etwas rührseliger. Langsam kommt einem in den Sinn, das kennt man doch irgendwie nur weniger rockig, ja genau, die tönen wie „Heimweh“, nur rockiger und ohne Chor. Beim Nachlesen im Booklet findet man auch den Grund, Georg Schlunegger hat hier Text und Musik mitgeschrieben. So wäre das geklärt und es ist eigentlich etwas schade, denn die Musiker sind stark und der Sänger auch, aber was mit den Sängern von Heimweh funktioniert, auch die haben ja Rockmusiker im Hintergrund, funktioniert nicht unbedingt mit Megawatt, zumindest für mich nicht.

Fredi Hallauer

GÖLÄ & TRAUFFER

Album: „Büetzer Buebe“ (Sony Music)

Diesmal haben sie sich zusammengetan die beiden Volksrocker unter ihrem Produzenten T.J.Gyger. Herausgekommen ist nichts überraschendes, aber toller und guter Mundartrock der alten Schule. Die Musiker rocken was das Zeugs hält und die beiden Sänger shouten ihre Mundarttexte aus vollem Hals und es packt einem. Thematisch sind sie absolut korrekt, weder politisch noch sexistisch daneben. Themen wie Arbeit, Freizeit, Liebe, Frauen, Autos, Traktoren, Mann sein und Sensibilität werden besungen. Das Akkordeon rockt da und dort mit. Die Lieder sind klar entweder von Gölä oder Trauffer geprägt. Wer den einen oder anderen oder gar beide mag liegt mit diesem Album richtig. wer sie nicht mag soll die Finger davon lassen aber sicher nicht schlecht machen, denn das ist es sicher nicht. Man darf ruhig vom besten Album beider Herren sprechen.

Fredi Hallauer