DÄNU EXTREM

EP: „Eifach so“ (DeXrecords)

Dänu Extrem kann es nicht lassen weitere Lieder zu machen, und das ist gut so. Er ist immer noch einer der sehr gut erzählen kann in seinen Mundartlieder. Der Liederschreiber, Musiker und Mundartrocker macht noch wirklichen Rock mit genügend Dreck darin. Seine Lieder haben Ohrwurmcharakter, da er uns die wichtigen Sätze immer und immer wieder singt, mit Melodien welchenur so reingehen. In seinen alten Tagen setzt er sich noch immer mit der Liebe auseinander, aber auf unübliche Art packt er das Thema an. Auch an Treffen mit Kollegen wagt er sich und hält das ewige „Lire“ nicht mehr aus. „Verloore“ geht ums Verlieren sei es im Fussball oder im Leben. Die Musik ist erfrischend mit heissen Gitarrenriffs udn vielen akustischen Instrumenten eingespielt. Eine EP die zum Besten von Dänu Extrem gehört.

Fredi Hallauer

MEGAWATT

Album: „Megawatt“ (Hitmill/Phonag)

Megawatt ist eine neue Mundartrockband. Der Sänger kommt aus dem fürstentum Liechtenstein, was an seinem dialekt deutlich zu hören ist. Ob die anderen Musiker ebenfalls aus dem Liechtenstein kommen ist mir nicht bekannt. Megawatt sind fünf Mundartrocker mit typischem Aussehen. Beim ersten Lied „80er Jahr“ drücken sie kräftig ab, auch mit toller E-Gitarre. Das Stück singt von der Erinnerung wie es damals in den 80igern war, als sie noch jung waren. Eine schöne Melodie und klar rockig, ein bisschen wie Gotthard, aber in Mundart. Dann wird die Musik von Lied zu Lied immer braver und die Texte immer etwas rührseliger. Langsam kommt einem in den Sinn, das kennt man doch irgendwie nur weniger rockig, ja genau, die tönen wie „Heimweh“, nur rockiger und ohne Chor. Beim Nachlesen im Booklet findet man auch den Grund, Georg Schlunegger hat hier Text und Musik mitgeschrieben. So wäre das geklärt und es ist eigentlich etwas schade, denn die Musiker sind stark und der Sänger auch, aber was mit den Sängern von Heimweh funktioniert, auch die haben ja Rockmusiker im Hintergrund, funktioniert nicht unbedingt mit Megawatt, zumindest für mich nicht.

Fredi Hallauer