ROLAND ZOSS

Album: „Baumlieder Vol. 2 Bäume des Südens“ (Sound Service)

Roland Zoss doppelt nach. Baumlieder Vol. 1 beschäftigte sich mit unseren Bäumen, auf Vol. 2 sind nun die Bäume des Südens an der Reihe. Kakaobaum, Eukalyptus, Olivenbaum, Palme, Zypresse,Lorbeerbaum, Zitronenbaum und Banyan, sind einige der Bäume welche er besingt. Ganz stark auf diesem Album ist die Musik, tolle Kompositionen, welche zu den orten der Bäume passen und die gespielt von einem Teil der Creme der Schweizer MusikerInnen. Es singen u.a. Michèle Bachmann (Anshelle), Corin Curschellas, Nyna Dubois (Härz), an den Instrumenten sind u.a. zu hören: Jean-Pierre von Dach, Nick Perrin, Julian Sartorius, Wolfgang Zwiauer, Matthias Urech, H.P. Brüggemann, Mike Maurer und Dani Häusler. Die Musik dieses Album ist ein Genuss. Nicht so gelungen sind die Texte. Alles liebliche und unkritische Texte mit vielen Wiederholungen. Gerade beim Eukalyptus hätte ich mir etwas von der Situation der Aborigines gewünscht, die sitzen unter den Bäumen und sprechen bestenfalls miteinander, meisten trinken sind. Die Texte sind eher für Kinder geeignet, was beim Vol. 1 nicht so war. als Album für Kinder sehr geeignet.

Fredi Hallauer

HÄRZ

Album: „Erfolgsalbum mit 5 neuen Liedern“ (Hitmill Records)

Die sechs Frauen machen sich startklar für eine grössere Tournee und sind mit ihrem Erfolgsalbum, ergänzt mit fünf neuen oder anders gespielten Liedern am Start. Eröffnet wird das Album mit dem Lied aus der TV Werbung „Sonö Momänt“, einer etwas rührseligen Ballade, für die Weihnachtszeit gemacht. Sonst sind die anderen Liedern zu hören im locker, popigen Gewand. Bei den verbleibenden vier neuen Liedern ist es ein neues Lied, zwei Piano Versionen und einer akustik Version von Liedern welche in der Originalversion auf der CD sind. Neues ist da nicht zu entdecken, aber die Pianoversionen oder akustik Version macht die Lieder leichter und lässt die schönen Stimmen mehr zur Geltung bringen.

Fredi Hallauer

ENSEMBLE AUBERGINE

Album: „Die Made und andere Delikatessen“

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Das Basler Quintett mit einer Sängerin, drei Sängern und dem Leiter und Musiker an Keyboard und Gitarren nimmt sich vielen unbekannten Liedern an. Ein Teil sind nur Texte, welche Richard Erig selber vertonte, andere sind auch bekannter, manchmal aber sehr witzig arrangiert. Diese Lieder und wie sie gesungen werden ist ein bisschen ein Wechselbad. Bei den ersten Liedern dominiert die Sopranistin etwas stark, vor allem mit nicht so passendem klassischem Gesang. Dann folgt das „Langschläfers Morgenlied“ vertont von Richard Erig und das ist schon fast genial arrangiert und sehr gut gesungen. Die Männerstimmen kommen bei den weiteren Liedern auch gut zur Geltung und der Gesang ist passend zu den Liedern. „Z‘ Basel an mym Rhy“ ist witzig arrangiert, aber irgendwie zu viel Kapriolen darin, es werden auch nur zwei Verse plus ein neuer zusätzlicher Vers gesungen. „Heute hier, morgen dort“ hat im Gegensatz dazu keine grossen Abweichungen vom Original und wirkt eher langweilig. Sehr gut gefällt „Ländliches Kirchenlied“. alles in allem ist das ein gelungenes Album mit Niveau und Unterhaltungscharakter, mit ein paar wenigen Schwachpunkten.

Fredi Hallauer