JODLERKLUB WIESENBERG

CD: „Land ob de Wolke“ (Phonoplay)

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Der Jodlerklub aus der Innerschweiz, wohl der bekannteste der Schweiz, hat ein neues Lied aufgenommen und vereint auf ihrer CD dieses Lied „Land ob de Wolke“ ihre Hits und bekannte Jodellieder. Das neue Lied wurde für die Wiesenberger geschrieben und es passt ihnen genau. Wie bei allen Liedern fallen die schönen Harmonien und Stimmen auf, dau natürlich der urchige Dialekt. Die Wiesenberger zeigen, dass Jodelklubs nicht langweilig sein müssen, sondern sehr eindrücklich singen können.

Fredi Hallauer

FABER

CD: „Sei ein Faber im Wind“ (Universal)

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Faber hat nun sein erstes komplettes Album. Der junge Zürcher machte bereits an den Open Airs Furore mit seinen eigenwilligen deutschen Texten. Auffällig beim Anhören der CD ist ebenfalls seine sehr gute und clevere Musik, welche die Lieder toll unterstützt und sehr eigenständig ist. Schon alleine der Musik zu lauschen ist ein Genuss. Der Gesang von Faber ist nicht immer sehr gut verständlich, es braucht mehrmaliges Hören, da die Artikulation da und dort verwaschen ist. Aber das ist so müssig wie über den Gesang von Bob Dylan zu diskutieren. Faber ist ein Texter, welcher einerseits grosse Würfe bei seinen Texten hat, im Hand um drehen aber ziemlich Pubertär wirkt. Ok, er singt ja vielleicht eher für die Pubertären. Beginnen wir mit einem Beispiel von den schwachen Texten. Das ist „Wem du’s heute kannst besorgen“, ich glaube der Titel sagt schon viel. Einige wunderschöne Liebeslieder und Anti-Liebeslieder sind dabei und ein paar herrliche zynische, böse, aber wahre Texte. Auffallend ist da „Wer nicht schwimmen kann der taucht“. Hier singt er wie er vom Liegestuhl zuschaut wie die Flüchtlingsboote untergehen. Machen wir ja alle irgendwie, vielleicht eher vom Sofa im Fernsehen oder zumindestens wissen wir davon. Faber gehört sicher zu den grossen neuen Lyrikern der Schweiz, welcher noch grosses Entwicklungspotenzial hat, kein Wunder in dem noch fast jugendlichen Alter.

Fredi Hallauer

FLEUR

CD: „Homeless“

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Die Nidwaldnerin ist mit ihren jungen Jahren in den verschiedensten Räumen der Musik unterwegs. Auf ihrem Album kommen sind die verschiedensten Stile zu hören. Grundsätzlich ist Fleur eine Musikerin und Sängerin. Sie spielt sehr schön Klavier, lässt aber auch die DJane zum Zuge kommen und haut einem heisse Beats in die Beine. Ihre Stimme ist grossartig und jeweils noch grossartiger, wenn sie sich neben bekannte musikalische Pfade begibt.  Der Opener ist Deutsch gesungen, dann gibt es ein Mundartlied, sonst sind es englische Songs, zu Heimatlosigkeit, zur Beziehung zum Vater, zu Liebe und was das leben so bringt. Die Wirkung des Albums ist langsam aber eindrücklich. Plötzlich hört man jazziges und was für guten Jazz, oder etwas Dance und vieles mehr.Es lohnt sich mit dieser schönen Stimme auf Musikentdeckungsreise zu gehen.

Fredi Hallauer