HEIMWEH

Album: „Gold“ (Hitmill Records)

Heimweh braucht man nicht mehr vorzustellen u nd ihren Stil auch nicht. Auf dem aktuellen Album singen sie ihre Hits und ihre Erfolge. Dazu kommen fünf neue Lieder. Leider ist es im Booklet nicht angegeben, welche Lieder neu sind und man muss es heraustüfteln. Hier sei es verraten, es sind die letzten fünf. Francine Jordi ist der einzige Gast, sonst ist es Heimweh pur. Ob die älteren Lieder neu aufgenommen wurden, oder nicht, erfährt man ebenfalls nicht. Ist ja egal, einfach hören und geniessen. Heimweh ist Heimweh und das bleibt „ärdeschön“.

Fredi Hallauer

BEATRICE EGLI

Album: „Alles was du brauchst“ (Polydor/Universal Music)

Beatrice Egli ist mit einem neuen Album am Start und wie. Sie startete gleich durch und eroberte sofort die Charts auf Höchstplätzen und das verdient. Ja Beatrice Egli singt immer noch Schlager, aber sie wertet den Schlager auf. Da ist nichts billiges dahinter. Sie singt sie mit einer Leichtigkeit und sie schreit sich dabei nicht die Seele aus dem Leib. Auch die Musik ist angenehm und die Melodie wird nicht von Bass und Beats totgeschlagen. Da sind einige echte, tanzbare Schlager dabei, dann hast es aucvh Schlager bei denen der Text sehr wichtig ist. Sie singt von Frauen Empowerment auf eine unverkrampfte Art und Weise, vom so sein dürfen wie man ist. Dann hat es ein Lied, das ans Herz geht „Leise Lieder“ über häusliche Gewalt. Alles ohne Zeigefinger. Beatrice Egli hat in einem Frauenteam das Matterhorn bestiegen und jetzt einen Mundartreggae dazu gemacht, natürlich mit Hilfe von Dodo und ein paar weiteren Musikern. Wenn man ihn so hört ist es ein richtiger Dodo Song, aber luftig und cool gesungen von Beatrice Egli. Dieses Album hat es in sich.

Fredi Hallauer

CORIN CURSCHELLAS ILS FRÄNZLIS DA TSCHLIN

Doppel-CD „1,2,3! Dai Hop! (R-Tunes)

Dieses Doppelalbum erschien bereits 2019, aber es kam mir erst jetzt zu Gehör. Mit 55 Liedern und zwei Booklets. ein wahres Doppelpack. Mit dabei sind Corin Curschellas und die Gruppe Ils Fränzlis da Tschlin plus La Triada und Las Ledigas, welches beides Frauengruppen sind einerseits aus dem Umfeld von Corin curschellas, andererseits aus dem Umfeld von Ils Fränzzlis da Tschlin. Diese Formationen singen miteinander, alleine oder in kleineren Besetzungen diese rätoromanischen Liedern in allen Idiomen. Es sind eigentlich Kinderlieder, traditionelle und komponierte von rätoromanischen Komponist*innen. Diese Lieder sind sehr fein, filigran mit ebensolcher Musik. Als Erwachsene*r kann man dieses Doppelalbum sehr wohl geniessen, ohne das Gefühl zu haben, es sei kindisch. Die schönen Gesänge der Frauen sind ein Ohrenschmaus, ebenso die Melodien der Geige, Klarinette, Bratsche oder des Cellos. Der Kontrabass bringt das fetzige dazu. Ein Teil der Lieder sind A-Cappella gesungen. Einen einzigen Wermuthstropfen gibt es, im Booklet steht, die deutschen Übersetzungen der Lieder seien auf einer angegebenen Webseite nachzulesen oder herunterzuladen. Leider gibt es dort nirgend Übersetzungen oder man findet sie nicht. Trotzdem anhören und das schöne Folkalbum geniessen.

Fredi Hallauer