STEVE LEE /GOTTHARD

Album: „The Eyes Of The Tiger“ (Sony Music)

Der Untertitel dieses Albums lautet: „In Memory Of Our Unforgotten Friend“ und das gilt für Steve Lee, welcher vor zehn Jahren diese Welt verlassen musste. Von ihm fanden sich noch die Stimme auf Bändern und vor allem den Titelsong, welcher noch nicht weiter aufgenommen wurde bisher. So haben die heutigen Gotthard die Songs neu aufgenommen und „Eyes Of The Tiger“ sogar in einer akustischen und einer elektrischen Version. Nick Mäder, der heutige Sänger singt die Backgroundstimmen. Mit dabei sind auch bei drei Songs The G-Strings, welche auf der Unplugged Tour mit dabei waren. Bei diesem Album geht es um die Stimme von Steve Lee und die gut zur Geltung zu bringen, und dies ist gelungen. Wer ein Rockalbum erwartet wird enttäuscht sein, es ist ein akustisches Balladenalbum mit schönem Gitarrenspiel, manchmal fast ein bisschen folkig. Neben „One Life One Soul“, „Heaven“ und anderen Balladen Klassikern gefallen „Lift Up“ und „Hush“ sehr gut, da es Songs sind mit etwas mehr Schwung und natürlich „Eyes Of The Tiger“. Dieses Album ist, wie es der Untertitel sagt, eine Erinnerung an Steve Lee.

Fredi Hallauer

GOTTHARD

Album: „#13“ (Sony Music)

Das Studioalbum Nummer 13 erschien am Freitag dem 13. März und beginnt mit dem Song „Bad News“. Zwei Stunden nach dem Entscheid des Bundesrates mit den drastischen Massnahmen zum Corona Virus, legte ich die Scheibe in den CD Player (erhielt sie erst am Morgen) und da fällt einem Nick Mäder laut und eindringlich in die Ohren, er schreit „Bad News“. Welch ein Zufall, der dieses Album vielleicht zu einem geschichtsträchtigen Album macht. Gotthard rocken dann so richtig los. die Gitarren jaulen, Bass und Drums hämmern und pumpen den Rock richtig hoch. Das gibt wieder Mut und Lebensfreude in diesen Zeiten. Dann gibt es aber auch ein paar Besonderheiten auf diesem Album zu hören, nämlich „Missteria“, eine Rocknummer gepaart mit orientalischem Rhythmus und Gesängen, dann ganz neu interpretiert, den Abba Klassiker „S.O.S“ oder die wunderschöne Ballade „Marry You“. Der Losgeh-Rock steht im Vordergrund bei diesem Album und Nick Mäder ist toll bei Stimme, Leo Leoni und Freddy Scherrer holen alles aus ihren Gitarren heraus und der Bassist Marc Lynn lässt es wunderbar tief tönen. Der Schlagzeuger Hena Habegger pausiert immer noch und wird würdig von Alex Motta ersetzt. Mit zwei Bonus Tracks gibt das 15 Songs auf dem Album und rund eine Stunde Spieldauer, also auch in dieser Beziehung eine geballte Ladung Rock.

Fredi Hallauer