GUPFBUEBÄ & ZUGER SINFONIETTA

Album: „Gupfbuebä Sinfonisch“ (Phonoplay)

Die Ländlerkapelle Gupfbuebä feiert das 40. Jubiläum, und dazu liessen sie sich etwas Besonderes einfallen. Sie holten sich die neun Streicher:innen der Zuger Sinfonietta (alles Streichinstrumente) und kleideten ihre Stücke neu ein. Zehn Stücke stammen aus der Feder von Dani Häusler, dem Klarinettisten der Gupfbuebä, und fünf von Walter Balmer jun., einem Freund der Kapelle. Nun, wie tönt das denn? Da bleibt nur zu sagen: hervorragend. Die Stücke sind virtuos, voller Finessen und grosser Melodiebögen. Das Streichorchester Sinfonietta aus Zug unterstützt das sehr. Es liegt auch an den Arrangements von Dani Häusler. Ein Glanzstück ist „Klarinettenfimmel“ von Walter Balmer, wo die Klarinette die schwierigsten Läufe spielt und dazu das Streichorchester, das Klavier gibt den Takt. Gut gelungen ist auch der Walzer „Christina“, welcher Dani Häusler seiner verstorbenen Mutter widmet. Da harmonieren Akkordeon, Sopransax und das Streichorchester im Wechsel zusammen. Alle übernehmen mal die Führung. „Dreasm Team“, ein Fox, welcher herrlich swingt, erweitert die Klangfarben dieser verrückten Kombination, welche nicht besser zueinanderpassen könnte. Kein einziges Stück fällt ab. Vielleicht muss noch der „Heirassa-Festival-Schottisch“ erwähnt werden. Die Melodie kennen die meisten, aber so hat man ihn noch nie gehört. Auch ein Streichorchester kann lüpfig sein. Dieses Album ist ein Meilenstein der Schweizer Ländlermusik oder Klassik.

Fredi Hallauer

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