Live: „singt Hildegard Knef“ im Kulturhof Köniz am 24. Januar 2026

Zuerst trat die erstklassige Band auf die Bühne und zeigte, was in ihr steckt. Gitarre, Schlagzeug, Bass und Piano. Sie spielten relativ jazzig, aber auch alles andere, eben was zu den Liedern und Chansons von Hildegard Knef passte. Bald stand Michael von der Heide, mit wehenden Haaren inmitten der Musiker und begann mit dem Repertoire von Hildegard Knef Liedern. Die Frau schrieb 350 Lieder und nahm 700 weitere Lieder auf.

Nach ein paar Liedern begann Michael von der Heide, das Publikum zu begrüssen und von Hildegard Knef zu erzählen. Er trat dann in Interaktion mit dem Publikum, die nicht sehr glücklich war. Ich hörte in der Pause im Foyer, dass dies einigen Leuten nicht gefallen hatte. Dann zog er mit bekannten und weniger bekannten Liedern durch das Programm und erzählte kleine Details aus dem Leben von Hildegard Knef, welche interessant und teils auch amüsant waren.

Den Musikern liess er immer wieder Raum, um zu solieren. Manchmal kamen auch Gedichte und Texte aus dem Off, was sehr interessant war. Michael von der Heide zog sich zweimal um, tanzte mit Federn auf der Bühne und bot einige kurze Tanzeinlagen. Der zweite Teil enthielt etwas ernstere Lieder und Texte, welche die Band und Michael von der Heide mit Bravour meisterten. Es war ein sehr unterhaltender und lehrreicher Abend, mit Showelementen, hochkarätiger Musik und einem Michael von der Heide, der die Lieder von Hildegard Knef gut zusammengestellt hatte und sie noch viel besser interpretierte.

Fredi Hallauer