Live: Premiere „Helvetia bockt“ in der La Cappella am 22. August 2025

Die vier Frauen und Sängerinnen traten als Hörnertragende Tiere wie Steinbock und Gämse auf die Bühne. Sie wurden als Touristenattraktion angekündigt. Sie starteten mit „Lueget vo Bärg und Tal“ und veränderten den Text dazu, wie bei allen Liedern. Die Texte wurden an die Frauen angepasst und wurden auch sozialkritisch. Die Arrangements waren alle zusammen sehr speziell, grossartig und immer so, dass man das Lied erkannte. Das Repertoire umfasste viele Volkslieder und Schweizer Popsongs. „S Burebüebli“ wurde zu „Frau sucht Bauer“, „Ludmilla“ von Patent Ochsner fand ihren Weg aus der Prostitution zurück in ihre Heimat. So gab es musikalisch viele Überraschungen. Also, Ohrenspitzen und Mitdenken lohnten sich.

Dazwischen traten sie als Blasmusik auf, bei einer Tunneleinweihung. „Dr Tifel isch gstorbe“ fehlte ebenso wenig wie „Oh mein Papa“ welches natürlich zu „Oh meine Mama“ wurde. „Dr Joggeli wott go Birli schüttle“ bekam einen neuen Text. Dazwischen wurde auch Französisch, Deutsch und Italienisch gesungen. Das Singen und die Texte waren aber nur ein Teil der Show. Die Frauen passten die Kleider immer an, vom Sennenlook bis zum Glitzeroutfit sah man alles.

Die Choreografien funktionierten hervorragend, hatten immer wieder kleine Spässe eingebaut. Kurz gesagt: Es wurde an diesem Abend sehr viel geboten für Ohr und Auge. Die vier Frauen sangen perfekt, auch bei den schwierigsten Passagen. Als Schluss sangen sie ein DJ Bobo Medley, aber alles auf Schweizerdeutsch. Die Zugabe war eine neue Version ihres Swiss-Bircher-Müesli-Medleys. Es war einfach nur grossartig und beste Unterhaltung auf hohem Niveau.

Impressionen




Fredi Hallauer