KÜFFER PERRIN SCHIAVANO GIGENA

Album: „Convivencia“ (kueffer-perrin.com)

Dieses Quartett macht Flamenco auf ihre Art, wie man ihn, zumindest in der Schweiz selten bis nie hört. Regula Küffer (Flöte), Nicolas Perrin (Flamencogitarre), Antonio Schiavano (Bass) und an der Perkussion German Papu-Gigena musizieren aus einem Guss. Alle Kompositionen sind von Nicolas Perrin. Die Musik wird wirklich von einem Quartett als Ganzes gespielt und nicht einfach ein Gitarrist der begleitet wird. Da ist zum einen die Flöte, welche die Melodien spielt oder aufnimmt, aber auch Rhythmisches grandios meistert. Dann natürlich die Gitarre mit den typischen schnellen Läufen und den harten Riffs, aber auch da gibt es immer wieder leise, feine sehr melodiöse Töne. Der Bass soliert dazwischen auch und bringt vielleicht eine Prise Jazz hinein. Die Perkussion ist immer dezent aber trotzdem prägnant zu hören, manchmal auch kurze solistische Einlagen, sonst aber umspielt sie auf gekonnte Art die Rhythmen umd sie dann auch wieder direkt zu spielen. Es ist ein Instrumentalalbum mit Musik zum Geniessen und um das tun zu können muss man nicht einmal Flamenco Fan sein, aber Flöte und akustische Gitarre mögen mit etwas schnelleren Rhythmen.

Fredi Hallauer

VELVET TWO STRIPES

Album: „Sugar Honey Iced Tea“ (Phonag Records)

Die drei Frauen sind mit ihrem dritten Album zurück in den Playern und auf der Bühne. Das neue Album hat neun herrlich kantige Songs. Bluesrock, Garage, FuzzRock und auch ein bisschen Psychedelik Blues Rock sind dabei. Alles schön rauh und dreckig. Beginnen wir am Anfang und hören uns diese fiebrige Einleitung von „Fever“ an, welche dann in einem Fieberwahn endet. Über allem ist diese Stimme der Leadsängerin mit viel Schleifpapier Appeal und die beiden anderen Stimmen stehen dem in Nichts nach, wenn sie mit einstimmen. Dazu kommt natürlich die Leadgitarre, welche die guten alten 70iger Jahre Bluesrockzeiten heraufbeschwört und doch auch zeitgemäss klingt, einfach eigenständig. Der Bass pumpt kräftig die Energie hoch und der Gastschlagzeuger ist besorgt, dass alles zusammenhält, sollten sich die Frauen von ihrer Musik zustark treiben lassen. Bei „This House Is Built On Sand“ beginnt ein Banjo, aber nachher geht es in der Geschichte klar zur Sache. Ein Wahnsinnsalbum für alle die laute und rauhe Töne mit Gitarre und Stimme mögen, egal wie alt sie sind.

Fredi Hallauer