THE YOUNG GODS

Album: „Play Terry Riley in C“ (Two Gentlemen Records)

Terry Riley ist Amerikaner und dewie lange und wannr Erfinder der Minimal Musik, er führte die Patterns ein. Das nur kurz und einfach erklärt. Er schrieb ein Stück, das heisst „In C“, da sind die Patterns angegeben, aber nie wie lange ein Pattern gespielt wird und wann. Das Stück kann sehr kurz sein oder sehr lang. Die Young Gods haben sich dem Stück auf ihre Weise angenommen und es auf ein Album mit 58 Minuten gebracht. Das Stück hat einfach Part 1 bis Part 9. Das Resultat kann sich hören lassen. Es ist Minimalmusik und die Patterns sind da, werden aber einfach mit dem Instrumentarium der Young Gods gespielt. Das typische ist vom Original vorhanden, Minimalmusik hat lange den gleichen Pattern ohne eine Veränderung. Hier kommt manchmal das Schlagzeug dazu mit einem anderen Pattern oder wenn es hoch kommt noch eine Gitarre oder ein weiterer Synthie. Die Musik ist nie langweilig, obwohl man sich das nach meiner Beschreibung wahrscheinlich nicht vorstellen kann. Die Young Gods verstehen es da eine herrliche Dramaturgie mit viel Dynamik in das Stück zu bringen. Tipp: Ein paar Mal anhören vor dem urteil, denn plötzlich nimmt es einem den Ärmel hinein.

Fredi Hallauer

MARIO BATKOVIC

Album: „Introspectio“ (Invada Records)

Mario Batkovic, der Akkordeonist aus Bern, hat sich wieder einmal ein bisschen neu erfunden. Er spielt seine Musik nicht nur auf dem Akkordeon, sondern auch mit einem 40 stimmigen Chor, oder mit Synthesizern, unterstützt durch modulare Synthesizer und Schlagzeug. Aber ganz der Reihe nah. Das erste Stück ist ein Text aus dem Jahre 130, welchen er vertont hat. Der Chor tönt wie eine Kirchenorgel oder mario Batkovic sein Akkordeon, wenn er es sehr getragen spielt. Dann kommt ein Stück welches Mario Batkovic, Clive Deamer und Matt Williams zusammen komponierten und auch zusammen spielen, da werden alle Register mit Akkordeon, Synthies und Schlagzeug gezogen. Es folgt ein weiteres Stück mit einem anderen Synthie Mann, das etwasa ruhiger ist und dann noch mit einem Saxophonisten zusammen. Die letzten beiden Stücke spielt Maria Batrkovic alleine, einmal mit Synthesizer und einmal mit dem Akkordeon. Sein Synthesizer Spiel ist eigentlich eine Erweiterung des Akkordeons. Das alles ist sehr spezielle Musik und wer sich dabei melodiöse Akkordeonmusik vorstellt, der liegt falsch. Es sind Muster, Wiederholungen, Geräusche und mehr, welche sich zu einem Klanggebilde oder -gemälde zusammenfügen. Manchmal braucht es Nerven und manchmal kann man das Kopfkino in Betrieb nehmen. Die Musik welche Mario Bastkovic spielt ist sicher einzigartig.

Fredi Hallauer