Zermatt Unplugged

2019

Am Ende der Konzertberichterstattung sind die Interviews und Albumbesprechungen verlinkt, oder eingefügt.

DIENSTAG 9. APRIL 2019

Tanya Barany eröffnete bei wolkenlosen blauem Himmel auf der Terasse Alex das Festival. Mit ihrer vierköpfigen Band stimmte sie das Publikum mit ihrem mystischen und lyrischem Pop auf die nächsten Tage ein. Sie nahm einem mit auf einere innere Reise von Abschied und Trennung und was mit einem dabei geschieht. Ohne Synthies und Drumpads zauberten sie eine gute und satte sphärische Stimmung in den Nachmittag.

Bild Fredi Hallauer

Im Taste Village ging es weiter mit JulDem. Er spielte zusammen mit einem Keyboarder und einem Schlagzeuger. Er überzeugte mit seiner souligen Stimme. Die Songs zwischen Soul und Pop wurden auch von HipHop und Reggae beeinflusst.

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Als Pop Up Band traten im Taste Village Grandmaster Brass auf. Mit ihrem Gebläse HipHop und Megaphon Rap begeisterten sie das Publikum.

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Es folgte beim Campfire mit einem Kurzkonzert Bruno Bieri mit Alphorn und Hang. Er spielte sich quer durch die Musik, von Chanson zu Klassik und Karibik und was ihm in den Sinn kam. Obertonsingen gehörte auch zu seinen Spezialitäten. Sehr unterhaltend.

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Am frühen Abend traten Cheibe Balagan auf die Bühne und spielten ihren fetzigen jiddischen Sound. Ihre musikalischen Einflüsse reicherten die osteuropäischen Klänge mit Jazz und Klassik an und der Gitarrist hatte sogar mal den Bluegrass drauf. Sie spielten mit viel Witz und Charme und vor allem mit grossem Können.

Fredi Hallauer

Cyril Cyril sind zwei Cyril aus Genf. Der eine sang, spielte Banjo, Gitarre und Akkordeon und kommt eher aus der Folkecke, der andere kommt vom Jazz und spielte die grosse Perkussion. Zusammen entwickelten sie neue Klänge und Rhythmen eine Annäherung der beiden Musikstilen. Cyril sang französisch und arabisch, da er aus dem Libanon stammt. Die zwei spielten spannende Musik mit repetitiven, tranceartigen Teilen, aber immer mit viel Energie.

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Im Zelt gehörte der erste Abend Passenger seiner Stimme und seiner Gitarre. Gleich mit dem ersten Song zog er das Publikum in seinen Bann. Seine Ansagen waren mit vielen Botschaften geladen, versprühten aber auch viel englischen Witz. Seine Songs mit teils schöner Folkpicking Gitarre und dann wieder schrumm schrumm sind bekannt und kamen gut an. Er bedankte sich etwas zu häufig und redete etwas viel, die Musik war gut.

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Zum Schluss meines Tages trat Sophie Hunger im The Alex auf mit einem einmaligen Setting. Sie liess alle Synthies zuhause und trat mit einem Pianisten am Flügel, einer Cellistin, einem Kontrabassisten und einem Schlagzeuger auf. Alle sangen auch sogar zu fünft acapella. Das Konzert fing mit dem Lied „Dia Fahrende“ von Walter Lietha an. Sophie Hunger sang es ohne kegliche Begleitung wunderschön. Sophie Hunger zeigte ihre Ecken und Kanten, agierte dszwischen sogar als Rampensau, sang Mundart, Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch. Das Repertoire bestand aus alten und ganz neuen Songs. Dies war der Höhepunkt des Tages.

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Mittwoch 10. April

Nach dem Mittag spielte JulDem die schönste Bühne der Welt, Blue Lounge. Er begeisterte ein grosses Publikum, leider wurde das Matterhorn von Nebel und Wolken umhüllt.

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Gegen Abend starteten Cari Cari, ein österreichisches Duo im Taste Village. Mit E-Gitarre und Schlagzeug, nicht wirklich unplugged, spielten sie eintönige und etwas langweilige Musik.

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Steiner & Madleina schafften den Zugang zum Publikum sehr gut und mit viel Sympathie. Ein wundetschönes griechisches Lied stach sehr positiv hervor.

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Das Zelt war ziemlich gefüllt mit frankophonen Menschen, jung und alt. Francis Cabrel war angesagt. Nach einem verhaltenen Soloanfang steigerte er sich mit seiner kleinen Band von Stück zu Stück. Das Publikum sang aus Leibeskräften mit und nach guten zwei Stunden war es total aus dem Häuschen. Francis Cabrel sang sich quer durch sein Repertoire von intelligenten Chansons.

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Im Cavern trat Gizmo Varillas aus Spanien im Trio auf. Die ersten Stücke, englisch gesungen, faszinierten noch doch bald war zu merken dass es lebendige Songs waren die sich aber alle sehr ähnlich waren. Das Publikum wurde unaufmerksam.

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Zum Abschluss des Abends ging es in Ronnie Scott’s Jazzclub und da war einiges los mit tollen Jams.

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Donnerstag 11. April 2019

Im Taste Village starteten Steiner&Madlaina mit einem lockeren und sympathischen Konzert. Das Wetter war feucht und kühl und das Publikum trotzdem zahlreich. Die beiden Frauen waren locker und so kam das Konzert mit Deutsch, Englisch und Mundart gesungenen Liedern sehr gut an.

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Um 15 Uhr trat als Überraschungskünstler Luca Häni am Campfire auf. Er spielte Gitarre und sang dazu mit Mikrofon aber ohne Hall und Effekte und er tönte sehr gut. Er liess das Publikum zu „Purple Rain“ mitsingen, auch sonst zeigte sein Können als Entertainer.

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Im Zelt trat am Abend Boy George and the Culture Club auf. Er spielte ein akustisches Set, mit zwei Perkussionisten Pianist, E-Bass, akustische Gitarre und einer Ackgroundsängerin und einem Backgroundsänger. Seine Botschaften waren klar für eine bessere Welt. Das Repertoire führte ihn durch seine ganze Musikerkarriere. Witzig waren die Covers oder Zitate von bekannten Popsongs und KünstlerInnen wie Ono Yoko, The Rolling Stones oder David Bowie. Natürlich fehlten auch seine Hits nicht. Seine Musiker waren hervorragend. Ein Konzert der Extraklasse.

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Im The Alex stand kurz darauf Johannes Oerding auf der Bühne. Seine, vor allem weiblichen, Fans waren da und sagen mit. Er spielte ebenfalls ein akustisches Set. Die Texte waren teils witzig, aber alles etwas heile Welt. Kurz vor Schluss trat dann noch Milow mit ihm auf. Gemeinsam sangen sie ein schönes politisches Lied. Auch da waren wieder gute Musiker am Werk.

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Freitag 12. April 2019

Die Sonne begann gleichzeitig zu svheinen wie Quiet Island zu spielen. Das Genfer Quartett mit Cello, zwei Gitarren, Schlagzeug und vier Stimmen spielten sehr ruhige verträumte undwohlklingende Musik. Der psychedelische Dream Folk passte bestens in die Stimmung. Ab und zu wurde man an Crosby, Stills, Nash & Young erinnert.

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Am Abend rockte die Irische Band The Eskies die Taste Village Bühne. Was sie boten war Partyrock fürden Pub und nicht Folk, aber auch nicht Unplugged. Sie nahmen Elemente von bekannten Songs und bauten einen Rocksong daraus. Das ganze tönte etwas billig, auch das Können auf ihren Instrumenten war nicht gross.

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Im Zelt war James Bay angesagt, was man auch an dem sehr grossen Frauenanteil im Publikum merkte. James Bay spielte ein akustisches Set, was dazu führte, dass die ganze Band inkl. James Bay sassen. Er spielte schöne Musik, alles slow und midtempo bis am Schluss wo er dann zur Freude des Pubikums die fetzigen Songs auspackte. Das Publikum drehte fast durch vor Begeisterung.

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Im The Alex folgte Michael Kiwanuka mit herrlichen Soulnummern und Balladen. Seine Stimme trifft mitten ins Herz und brachte sogar die Freitagsapero Menschen zum verstummen. Ein wunderbarer Tagesabschluss.

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Samstag 13. April 2019

Vor der Gandegghütte auf 3030 Meter über Meer, spielte Ryan Sheridan mit seinem genialen Schlagzeuger. Bei blauem Himmel und ohne Wind kamen die Songs des Singer/Songwriters gut an. Der quirlige Schlagzeuger und Perkussionist bot die Show dazu. Ein schönes Erlebnis.

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Marius Bear war der heutige Pop Up Kümstler am Campfire. Er setzte seinen magischen Gesang ein um das Publikum zu verzaubern.

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Später trat die österreichische Sängerin Avec ihrer Band auf. Sie spielte englisch gesungenen, lebhaften Indiepop mit schönen Arrangements. Avec hat noch sehr wenig Bühnenerfahrung, machte es den Eindruck. Sie war sehr zurückhaltend in Ausstrahlung, erfreute aber das Publikum mit ihren Songs.

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Die Sunnegga Session war ein sehr schönes Erlebnis mit allem Drum und Dran. Nach feinem Essen fand man Platz im Konzertraum um den Songs von Tom Rosenthal zu lauschen. Tom Rosenthal spieltemit einem Gitarristen und einer Cellistin zusammen. Alle drei übernahmen den Gesang. Die Singer/Songwriter Songs waren nachdenklich, lebendig und wtzig, wohlklingend dazu. Es war ein wundervoller Abend und ein tolles Erlebnis.

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Fredi Hallauer

Interviews und Albumbesprechungen

Cheibe Balagan

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Cyril Cyril

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Steiner und Madlaina:

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Tanya Barany:

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