CYRIL CYRIL

Album: „Yallah Mickey Mouse“ (Les Disques Bongo Joe, Born Bad/Irascible)

Die beiden Cyrils sind sehr stark zurück. Sie lassen uns auf ihren chaotischen Reisen durch Zeit und Orte tanzen. Die Musik hat also Drive, kein Wunder mit einem Schlagwerker und einem Sänger, sowie Gitarren und Banjospieler an Bord. Dazu kommen seltene Instrumente aus verschiedensten Ecken der Welt und Sampling, vor allem Stimmen. Das ist Weltmusik in Perfektion und sie macht Spass. Der Sänger erzählt die Geschichten, welche seltsamer nicht sein könnten. Die Psychedelik fehlt auch nicht. Gesungen wird meist französisch und dazwischen auch arabisch. Dieses Album ist ein Wurf.

Fredi Hallauer

YILIAN CANIZARES

Album: „Erzulie“ (Planeta Y/Absylone)

Die Kubanerin lebt seit einigen Jahren in der französischen Schweiz, wo sie auch weiter studierte. Nun ist sie mit einem neuen Album präsent. Zu hören sind von der Sängerin und Violinistin zwölf Eigenkompositonen (eine davon als Co-Komponistin) zwischen Jazz, Afrokubanisch, freier Improvisation und mit einer tollen Prise Pop abgeschmeckt. Viele Musiker der verschiedensten Sparten sind dabei wie der Bassist, Sänger und Kalimba Spieler aus Mozambique Childo Tomas, der kubanische Perkussionist Inor Sotolongo, der Gitarrist Paul Beaubrun und der Schlagzeuger und keyboarder Charles Burchell. Unter den Gästen hat es Streicher, Keyboarder, einen weiteren Bassisten und Perkussionisten sowie einen Trompeter. Yilian Canizares versteht es intelligente Musik zu machen mit Effekten und realen Tönen. Wenn sie singt und Geige spielt wird es immer spannend und das meist auf dem polyrhythmischen Teppich von Perkussion, Schlagzeug und Bass, inklusive Tempowechseln. Yilian Canizares spielt nicht einfach Jazz, sondern Musik, man kann sie auch in der Rubrik Weltmusik einordnen. Eines der besten Alben dieses Genres.

Fredi Hallauer