STEFF LA CHEFFE

Album: „PS“ (Bakara Music)

Bei PS handelt sich hier nicht um Pferdestärke sondern um Post Scriptum, also einem Nachtrag. Die Berner Rapperin ist nun seit 10 Jahren musikalisch unterwegs und sie blickt zurück und nach vorn. Der Blick richtet sich vor allem auf ihr eigenes Seelenleben mit Up und Downs von Beziehungen. Somit hat PS doch etwas mit Stärke zu tun. Textlich ist das Album nicht mehr so schwermütig wie das letzte, es gibt durchaus flockig – lockere Titel wie „Holunder“ oder „Gladiole“, aber auch „Eifach“ oder „Karate“ gefallen sehr gut. Musikalisch besinnt sich Steff la Cheffe auf die HipHop und Rap Roots. Es sind einfache Beats mit ausgeklügelter Gitarre dazu und sie selber bleibt beim Sprechgesang dem Rap. von popig ist hier nichts zu hören. Steff La Cheffe zeigt sich von der Seite als Poetin. Bei „Einisch“ hilft Remy Rem mit und das bringt gerade gar nichts. Nun sollte eigentlich Steff la Cheffes Innenleben ausgeleuchtet sein und ich glaube sie hat auch zu anderen Themen viel zu sagen.

Fredi Hallauer