STEFF LA CHEFFE

Live: „Härz Schritt Macherin“ Tourstart Mühle Hunziken, Rubigen am 4.Oktober 2018

Bild Fredi Hallauer

Die Spannung war sehr gross, was bietet Steff La Cheffe auf dieser Club Tour. Es sei vorweggenommen, es war ein absolut sensationelles Konzert. Die Band bestehend aus, Schlagzeug, Perkussion, Keys, E-Bass und E-Gitarre ist eine Spitzenband. Mehrere der Musiker sangen auch Background. Steff La Cheffe kam auf die Bühne und startete mit bekannteren Liedern in neuem Gewand, heizte damit dem 400köpfigen Publikum gut ein. Bei Betriebstemperatur sang sie dann die etwas dunkleren Lieder, leicht bedrückend und dankte dem Publikum, dass es so aufmerksam ist und auch immer noch da. Als Premiere gehörten mehrere neue Lieder zum Programm, welche bis jetzt nicht veröffentlicht wurden. Auch da in den verschiedenen Stimmungen. Steff la Cheffe wirkte sehr locker und gelassen, parierte einen Zwischenrufer sehr charmant und führte sympathisch durch das Konzert. Kurz vor der Pause sang sie „Ha ke Ahnig“ ebenfalls in einem tollen neuen Gewand.

Nach wirklich nur 15 Minuten Pause ging es weiter und jetzt ziemlich schwermütig. Sie machte dem Publikum immer wieder Mut, dass es bald überstanden sei. Aber auch diese Lieder wirkten im Club sehr gut und die Musik war sehr spannend dazu. Es folgten dann noch ein paar Hit als Medley und Steff la Cheffe sang sogar wieder „Annabelle“, da sie sich mit ihr versöhnt habe. Dieses Konzert war wirklich 1A. Der Sound war sehr transparent, so dass man auch bei lauten Stellen, die Feinheiten der Perkussion hören konnte, die Texte waren immer verständlich. Die Dramaturgie der Liedabfolge stimmte, so dass am Schluss alle mit guter Laune sich auf den Heimweg machten.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

STEFF LA CHEFFE

Interview

Am Gurtenfestival Sprach Fredi Hallauer mit Steffe La Cheffe

Album: „Härz Schritt Macherin“ (Bakara Music)

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Steff La Cheffe ist zurück. Wer erwartet dass die Berner Rapperin dort weitermacht wo sie aufgehört hat, liegt falsch. Steffe La Cheffe hat sich neu orientiert und einen neuen Produzenten, nämlich Ben Mühlethaler ins Boot geholt. Die Lieder erzählen von Beziehungen, oft gescheiterten oder schlechten Beziehungen und von den Schwierigkeiten mit der Liebe. Das Ganze ist eine eher traurige und düstere Angelegenheit und so tönt auch die Musik dazu. „Orion“ birgt Hoffnung in sich, „Habibi“ ist das fröhichste Lied. Die Texte sind aber zum Teil grossartige Poesie wie „Brachland“ oder „Boumhuus“. Wie ganz genau das „Guggisbärglied“ mit dieser pompösen Elektronik da hineinpasst, kann ich mir nicht erklären. Steff La Cheffe ist reifer geworden, aber auch schwieriger zu verstehen.

Fredi Hallauer