MAMA JEFFERSON

Album: „Jizzmag“

Das wilde Trio kommt aus Zürich. Die Bassistin und Sängerin Vanja Vukelic gibt den Ton an. Dazu kommen laute Gitarren von Silvan Gerhard und ein wildes Schlagzeug von Mattia Ferrari. Die drei spielen modernen Garagenrock vom feinsten. Ihre unbändige Energie geht direkt in den Körper über. Spannend ist es auch wenn sie plötzlich Pop einfliessen lassen, dem aber gehörig einheizen. In den Texten klagen sie die Mächtigen dieser Welt an und zeigen Missverhältnisse auf, aber nicht einfach nur verärgert, sondern sie machen das auch mit einem gehörigen Schuss Humor. Mama Jefferson ist sicher eine der besseren jungen Rockbands.

Fredi Hallauer

REVEREND BEAT-MAN AND THE NEW WAVE

Album: „Blues Trash“ (Voodoo Rhythm Records)

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Was Reverend Beat Man so für Musik macht, kennt man ja, oder vielleicht doch nicht. OK seine Stimme ist unverkennbar, aber auf diesem Album geht er die Musik etwas gemütlicher an. Wenn er alleine spielt mit Schlagzeug und Gitarre dazu und singt tönt das gut und unkonventionell, wenn aber noch die New Wave in unterschiedlichen Besetzungen dazu kommen, dann wird es aussergewöhnlich. Nicole Izobel Garcia spielt Synthesizer, Orgel und singt; Julian Sartorius übernimmt die Drums; Resli Burri das Harmonium, Piano, Fender Rhodes und singt, Mario Batkovic spielt  Akkordeon, Bassgitarre, Gitarre, Bulbul Banjo und singt Backing Vocals, dann kommen noch Gäste am Bass und Saxophon. Das ist wirklicher Blues Trash, ungewohnt aber durchwegs hör- und geniessbar, auch wenn es keinen Party Rock’n’Roll ist. Reverend Beat-Man ist wieder um etwas aussergewöhnliches gelungen.

Fredi Hallauer