ADRIAN STERN

Album: „Meer“ (6003 Records)

Adrian Stern ist wieder mit seiner Band und eigenen neuen Songs zurück. Die Lieder sind wunderschön eingespielt mit schönen Gitarren und anderen Saiteninstrumente. Die Musik ist präsent und trotzdem sparsam eingesetzt aber immer wieder irgendwo ein Gitarrensolo oder schöner Keyboardsound dahinter. „Meer“ ist hier doppeldeutig. Zum einen ist es das grosse Wasser und zum anderen ist es „meer“ also mir in Adrians Stern Dialekt. Inhaltlich geht es um Liebe, die zu seiner Frau und seinen Kindern. Da das Album im Lockdown entstand hat er vielmehr Zeit zuhause zugebracht und singt nun über seine Frau und Kinder. Sehr gelungen und sogar ein bisschen zum Schmunzeln ist „De Traum vo eusem Glück“, welches eine art Fortsetzung ist von „Amerika“. Er singt dass er und seine Liebe nie nach Amerika aufgebrochen sind aber der Traum von ihrem Glück hat sie nie verlassen. Verschiedene Zitate aus „Amerika“ macht er in diesem Lied. Adrian Stern glaubt man was er singt, dass er mit Frau und Familie glücklich ist. Eine Coverversion ist zu hören, nämlich „Campingplatz“ von Stop The Shoppers, einem Lieblingslied von Adrian Stern, es passt thematisch bestens in dieses Album. Das warten auf dieses neue Werk von Adrian Stern hat sich gelohnt.

Fredi Hallauer

DR. MO

EP: „La mi nid los“ (Bakara Music)

Der Berner Produzent (u.a. 079 von Lo & Leduc) griff selber zum Bleistift, schrieb eigene Lieder in Mundart und spielte sie dann auch ein. Das Resultat sind sechs sauber produzierte Mundartsongs. Sauber bedeutet in diesem Falle absolut perfekt, zu perfekt, so dass alles ziemlich glatt herüber kommt. Alle Songs klingen ähnlich und auch textlich, es geht um Liebe und Zwischenmenschlichkeit, ist Dr. Mo kein grosser Wurf gelungen. Sicher keine schlechte EP, sie mag sich aber nicht aus dem Mittelfeld hervorheben.

Fredi Hallauer