MNEVIS

Album: „Episodes“ (Red Brick Chapel/Irascible)

Die Sandkastenfreunde aus der aargauischen Provinz haben es nach vielen Jahren geschafft ihr Debütalbum aufzunehmen. Sie bastelten immer wieder daran und stellten die verschiedensten Stile zusammen. Dadurch sind sie nicht genau einzuordnen und liegen irgendwo zwischen Pop und Indierock, haben aber auch mal einen jazzigen Touch. Die Musik ist verspielt und spannend, die Gesangsstimme meist etwas langweilig und öde. Im grossen und ganzen ist es unaufgeregte Musik.

Fredi Hallauer

CABINETS

EP: „Common Regimes“ (Coldkings)

Die junge Innerschweizer Band macht mit diesen vier Songs auf sich aufmerksam. Eigentlich müsste ich gar nichts schreiben, denn die Jungs pfeifen darauf was die Anderen zu ihrer Musik sagen, so steht es zumindest im Presseinfo. Trotzdem hier ein paar Worte zu der EP. Der Stil ist Indie Rock, krachig, laut und speziell mit der Posaune dabei. Bereits der erste Song geht gut ab und ist ein Festivalbühnen-Song. Der Sänger hat eine angekratzte Stimme, entweder von Natur oder Zigaretten und Whiskey, dazu singen die anderen Bandmitglieder ebenfalls. Die Posaune ist ihr markenzeichen oder das was sie von anderen Band unterscheidet. Hoffentlich hört man bald mehr und sieht sie auch auf den Bühnen unseres Landes. Das Aufmerksam machen ist gelungen.

Fredi Hallauer

BIGGLES

Album: „Wondertaker“ (Endorphine Entertainment)

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Biggles ist im Quintett zu hören, d.h. hier wird Musik gemacht und nicht nur zusammen gebastelt. Das spezielle an diesem Sound ist, dass auch noch eine Viola mitspielt, so wird der Sound noch etwas geheimnissvoller als mit Keyboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Biggles vermischt auf diesem Album Arcade Fire mit den Eeels. Die Songs sind zwischen geheimnissvoll sphärisch und melancholisch mit Antrieb. Es ist intelligente Popmusik oder Indie Rock was die Fünf hier machen. Biggles bleibt immer noch ein Geheimtipp obwohl er das längst nicht mehr sein sollte.

Fredi Hallauer