BONAPARTE

Album: „Was mir passiert“ (Sony Music)

Der Schweizer Wahlberliner Tobias Jundt hat sich wieder einmal neu erfunden. Fertig mit dem bizarren Partysound, Bonaparte hat sich globalisiert, zumindest musikalisch. Er reiste nach Abidjan an der Elfenbeinküste und nahm mit lokalen Musikern und lokalen Stars ein Album in deutscher Sprache auf. Bei je einem Lied haben auch Sophie Hunger, Bela B, Farian Urlaub, Bop de Narr, Les Soeurs Dion, Tosha Kitona, Fatoumata Diawara und Ruby & Hazel mitgeholfen. Die Musik nimmt von überall etwas, nämlich das was nötig ist um die Texte zu transportieren. Nun zu den Texten, die sind sehr speziell, wie könnte das bei Bonaparte anders sein. „Das Lied vom Tod“ besingt alle Musik die tot ist mit sehr treffenden Zwischentexten, „Dene wos guet geit“ das einzige Mundartlied, ein Mani Matter Cover, hat natürlich schon den entsprechenden Text und zusammen mit Sophie Hunger gesungen, geht es unter die Haut und am Schluss kommt als Sahnehäubchen noch ein afrikanisches Frauenchörlein dazu. In „Weinbar“ geht es nicht ums Trinken sondern ums Weinen, und der Titel „Ins Herz geschlafen“ spricht für sich. Bonaparte ist hier eine Perle gelungen.

Fredi Hallauer