DUB SPENCER & TRANCE HILL

Album: „Christmas In Dub“ (Echobeach/Prolog Music)

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Die vier Musiker aus Zürich und Luzern haben hier eine der ersten Weihnachtsalbum herausgegeben. Viel mehr spannendes ist aber leider nicht dahinter. Sie nehmen zwölf bekannte Weihnachtslieder, vor allem aus dem amerikanischen Fundus, und verdubben sie. Einfacher gesagt, sie spielen Dub, sehr Basslastig wie es sich gehört, und fügen die Melodie ein. Dazwischen ein bisschen mehr Reverb und fertig ist das Gebräu. Es fehlt mir die Musikalität oder sonst wenigstens Humor. Für Dub Fans sicher etwas zur Weihnacht, aber sonst weder festlich noch witzig sondern eher langweilige Weihnachten.

Fredi Hallauer

NACNECC

Album: „Aso, wie meinsch?“

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NacNecc ist ein Berner Sänger und Texter mit einer tollen Band. Er ist nicht einfach einzuordnen und schon gar nicht zu schubladisieren. Elektropop, HipHop, Funk, Dub sind Elemente welche in seiner Musik vorkommen und das alles mit Mundart Texten. Seine Baritonstimme macht die textlich sehr verständlich und tönt angenehm. Musikalisch ist Matthias Urech sein Partner und Produzent. In der Band sind gute Musiker der Berner Musikszene dabei, mit vier Bläsern, einer Backgroundsängerin und QC als Gast. Seine Texte sind ebenso verwirrend wie sein Musikstil. Da ist er Mal melancholisch, dann wütend, sarkastisch und die ganze Palette der Emotionen. Inhaltlich sind es Texte zum Zuhören. NacNecc erzählt uns viel, kritisiert und öffnet uns die Augen, dort wo wir sie immer wieder verschliessen wollen. So thematisiert er die Glückspillen im Lied „NoWartIg“ oder Autismus bei „Nüt isch wie’s schynt“, aber auch die aktuelle Politik in „Blaui Beeri“ und das Erwachsenwerden in „Béhanie“. Also da gibt es viel zu hören. NacNecc ist ein Mundartalbum, jenseits des gängigen Mundartrocks, aber immer noch für ein breites Publikum.

Fredi Hallauer