PHILIPP FANKHAUSER

Album: „Heebie Jeebies“ (Funkhouse Blues Publishing/Phonag)

Das Album trägt den Untertitel „The Early Songs Of Johnny Copeland“. Johnny Copeland war der Bluesvater von Philipp Fankhauser und sein Mentor in den USA. Die hier zu hörenden Songs stammen aus den 60iger Jahren, jener Zeit als Philipp Fankhauser geboren wurde. Der Blues wurde in jener Zeit auch etwas vom Soul verdrängt und so wundert es einem nicht, wenn die frühen Copeland Songs souliger Blues oder bluesiger Soul sind. Die Verschmelzung von Soul und Blues liegt Philipp Fankhauser sehr gut und darum wurde das auch ein gelungenes Album. Die Songs werden auf den Punkt gebracht, auch musikalisch, da gibt es keine ausufernden Soli, weder von der Gitarre noch von sonst einem Instrument. Der Saxophonist Daniel Durrer gehört jetzt ganz zur Band und so gibt es, zum Stil des Albums passend, keine Bläsersection sondern Saxophon pur. Lesley Bogart singt die Backing Vocals und bei einem Song noch Lucky Wüthrich, sonst ist alles Philipp Fankhauser Band pur. Die Musik ist etwas rauher und kantiger als bei den letzten Alben und dadurch erfrischend, wenn auch nicht fröhlicher, aber Fröhlichkeit erwartet ja beim Blues niemand. Philipp Fankauser und seine Band ist ein sehr starkes Album gelungen, ein weiterer Meilenstein in der Bandgeschichte.

Fredi Hallauer