BLISS

Album: „Quarantäne Songs“ (Bliss Music)

Die A Cappella Gruppe Bliss war auch in der Quarantäne Zeit nicht untätig. Sie nahmen neun Quarantäne Songs auf. Wie so oft verwenden sie beaknnte Melodien und machen einen neuen Text darauf. Auf diesem Album sind alle Texte Mundart. Unbestritten gut sind die Arrangements, ebenso gut finde ich die textlichen Einfälle. Sie beobachteten sehr gut, sich selber, die Nachbarschaft, die Bürogemeinschaft und die Familie. Daraus verstehen sie es witzige Texte zu schreiben mit ziemlich viel Wahrheit, wenn man das überspitzte glättet. Diese neun Lieder machen Spass und es ist ein anderer Umgang mit der Pandemie, als man ihn sonst so gewohnt ist.

Fredi Hallauer

ALICE LOOPER

Album: „Hors-sol“ (Escudero Records/Irascible Music)

Nein das ist kein Tippfehler und sollte nicht Alice Cooper heissen. Die Frau heisst Alice Richtarch und sie singt und bedient den Looper, das ergibt Alice Looper. Mit zum Trio gehören Rafael Gunti ebenfalls Stimme und manchmal noch Bass und Manuel Monnet ebenfalls Stimme, Perkussion und Beatboxen. Was diese drei für tolle Musik machen ist umwerfend und so eine richtige Wow-CD. Sie singen sozusagen Pop, machen das also hauptsächlich mit den Stimmen, liegen aber nicht auf der Welle der A-cappella Gruppen oder nur bedingt, da sie ganz andere Musik machen. Sie covern „Bongo Bong“ von Manu Chao, das gibt vielleicht etwas die Richtung an. Sie singen französisch und alles klingt federleicht und wunderschön. Ernsthafte Musik auf eine andere Art. Für mich das dritte Album für die Jahresbestenliste in diesem Jahr.

Fredi Hallauer