Internationale KünstlerInnen

HOLLOW COVES

EP: „Wanderlust“ (Nettwerk)

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Aufgepasst, dies ist keine EP mit deutschen Wanderliedern. Das australische Duo hat einen Hang in der Welt herumzureisen. die Songs haben sie geschrieben während einer in Kanada und der andere in Europa waren. Die Musik ist wunderschöner Indie Folk mit viel akustischen Instrumenten und schönen Vocals. Viel gibt es nicht dazu zu schreiben, sondern anhören und geniessen.

Fredi Hallauer

 

 

NOGA EREZ

CD: „Off The Radar“ (City Slang/Irascible)

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Diese CD ist ein Muss für Alle welche auf engagierte Musik stehen, welche speziell ist und nicht in Schubladen passt. Die Israelin debütiert mit einem grandiosen Album und wird nicht nur für mich zur grossen Entdeckung des Jahres. Musikalisch liegt sie irgendwo zwischen Elektro, HipHop, Urban und New R’nB . Das ist eigentlich nicht wichtig, die Musik ist tanzbar, passt an die Party. Die Stimmung des Gesangs ist traurig – fordernd. In den Texten geht es um Frieden bzw. die Zustände in Israel und sie sind alle polititisch, kritisch. Noga Erez ist nicht einverstanden mit der heutigen Politik ihres Landes und macht klare Aussagen, wie z.B.: “ Überall hat es Könige man erzählt uns aber das Märchen der Demokratie“. Die Texte sind nicht aggressiv aber bestimmt vorgetragen. Noga Erez ist die Stimme der Jugend aus Israel und hoffentlich bald die der ganzen Welt.

Fredi Hallauer

 

LE TROUBLE

CD: „Making Matters Worse“ (Dock 7 Records)

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Das Quintett aus Montreal setzt sich aus 5 Freunden unterschiedlicher Herkunftswurzeln zusammen. Jeder ist ein Musiker für sich und doch bilden sie zusammen eine Gruppe. auf diesem Album tönt es manchmal als ob alle gegeneinander spielen in einem Freundschaftsspiel und daraus resultiert dieser frische Indierock. Die Musik ist ziemlich treibend und der Gesang eher in höheren lagen und doch kräftig prägt den Sound von Le Trouble. Das Songwriting darf sich ebenfalls hören lassen. Die einzelnen songs haben Wiedererkennungswert. Le Trouble sind eine Entdeckung für das Jahr 2017.

Fredi Hallauer

 

 

BONNIE PRINCE BILLY

CD: „Best Troubadour“ (Domino Records)

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Hinter dem Namen steckt Will Oldham aus Kentucky. Er nahm unter den verschiedensten pseudonymen auf. Auf Best Troubadour sind alles Songs von Merle Haggard zu hören, aus der ganzen Schaffensperiode und alles Lieblingssongs von Bonnie Prince Billy. Herausgekommen ist ein stimmungsvolles Album mit schönen Songs und einfacher Begleitung. Diese Songs zwischen Folk und Country sind gefühlvolle aber nicht gefühlsduselige Songs. Ein Album das in die Bestenliste 2017 gehört.

Fredi Hallauer

 

YORKSTON/THORNE/KHAN

CD: „Neuk Wight Dehli All-Stars“ (Domino Records)

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Das Trio aus UK und Indien verbindet sozusagen die Welt miteinander in einer neu gefundenen musikalischen Sprache. Zum einen sind da die Folkeinflüsse aus Grossbritannien (englisch – irisch) sowohl von den Melodien und den Instrumenten (Uillean Pipes) und die indische Musik von Khan. Dub und Reggae sind ebenfalls auszumachen und das ganze mit einer gehörigen Portion Jazz ausgestattet. die verschiedenen Leute singen, solo oder im Duett. Dies ist eine kosmopolitische CD welche für offene Ohren neue Horizonte zeigt.

Fredi Hallauer

 

 

ASGEIR

CD: „Afterglow“ (Embassy Of Music/One Little Indian)

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Der isländische Multiinstrumentalist und Singer/Songwriter ist mit seiner neuen CD am Start, an welcher er drei Jahre gearbeitet hat. Herausgekommen ist musikalisch ein Popalbum mit schlauen Texten in unterkühlter Form. Der Sound ist sehr eigenständig und bringt niemanden zum Schwitzen, isländischer Sound eben. Seine hohe Singstimme trägt viel zum Kühlen bei und die Elektronik und verschmierten Beats ebenso. Asgeir macht sehr eigenständige Musik und man darf gepannt sein wie sie live umgesetzt wird, u.a. am Gurtenfestival 2017.

Fredi Hallauer

 

 

LITTLE CUB

CD: „Still Live“ (Domino Records)

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Die Band aus England spielt beste Pop Musik von der Insel, welche tief in den 90iger Jahren verwurzelt ist. Mit viel Elektronik und toll produzierten Beats. Die Musik ist tanzbar. Das wichtige bei Little Cub sind die Texte, welche bitterbös, voll englischem zynischem Humor und sehr kritisch sind. Der Band ist mit dem Debütalbum ein Wurf gelungen.

Fredi Hallauer

 

 

CLOSE TALKER

CD: „Lens“ (Devil Duck Records)

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Die kanadische Band, ein Trio spielt Indie-Rock oder Progressive Pop. Elektronische Instrumente und analoge Instrumente sind hier ebenbürtig. Die Stimmen bringen die richtige Farbe dazu. Close Talker geben kräftig Gas und spielen eine fast fetzige tanzbare Musik. Der Gesang ist getunt, was hier aber eher erfrischend tönt. Die zehn Songs sind es Wert angehört zu werden und sich einen Platz auf der Festplatte oder dem CD-Gestell zu ergattern.

Fredi Hallauer

TORA

CD: „Take A Rest“ (Radicalis)

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Die fünfköpfige Electroband aus Australien veröffentlicht ihr unaufgeregtes Debütalbum. Zu hören gibt es unterkühlten Electrosound, sehr ruhig mit stark getunten Vocals, wie das für Electrobands so üblich ist. alles zusammen ist sehr ruhig und plätschert an einem vorbei und auch nach mehrmaligem Anhören bleibt nicht viel hängen. Musik für die Lounge oder das Radio zu gewissen Zeiten.

Fredi Hallauer

 

 

MAVI PHOENIX

EP: „Young Prophet“ (Radicalis)

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Die junge Österreicherin macht sehr internationale Musik. Sie singt englisch und rappt auch auch. Mavi Phoenix spielt klaren Urban Pop mit einer Frische wie sie selten gehört wurde. Die vier Songs der EP unterscheiden sich auch deutlich voneinander und haben Wiedererkennungswert. Bei „Aventura“ kommt noch ein Schuss Worldmusic dazu. Auffallend ist auch das spezielle Tuning ihrer Stimme, das deutlich zu hören ist und zum Stil gehört und daher auch nicht nervig daher kommt. Es gilt Mavi Phoenix im Ohr zu behalten.

Fredi Hallauer

BROTHERS OF SANTA CLAUS

CD: „Not OK“ (Jazzhaus Records)

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Die Brothers Of Santa Claus kommen aus Freiburg im Breisgau (Deutschland). Der Name wird daher stammen, dass in dieser Region der Samichlaus aus dem Schwarzwald kommt und Freiburg gehört in die Region Schwarzwald. Sie lesen uns auch vor, was nicht gut ist auf der Welt, in der Gesellschaft und im sozialen Leben. Die Fitze gibt es nicht, dafür Geschenke und Leckereien musikalischer Art. Sie spielen sehr intelligente Musik, und bleiben gerade noch knapp am Boden, dank den Elektrobeats. Die Stimme fliegt ziemlich über der Musik und die Instrumente können es recht rockig hinlegen. So entsteht der spezielle Sound zwischen Elektropop und Indierock. Das machen ja auch andere, aber die spezielle Stimme und der Gesangsstil unterscheiden eben die Bothers Of Santa Claus.

Fredi Hallauer

VÖK

CD: „Figure“ (Nettwerk)

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Das Quartett aus Island fällt durch die Frauenstimme auf. Musikalisch sind sie zwischen Dreampop und Electropop einzuordnen. Auf dieser CD singen sie ausschliesslich englisch. Die Sängerin spielt auch noch Gitarren und Synthies, dazu kommt ein Saxophonist und Synthiespieler, ein Gitarrist und Bassist und ein Schlagzeuger. Eigentlich alles ganz einfach, das ist die Musik nicht. Es braucht einige Zeit bis man sich darin zurecht findet, aber der Zeitaufand lohnt sich. Zu entdecken gibt es Soundwelten und Sachen die zum Soundnamen passen. Vök sei etwas was etwas beschreibt, das es in englisch nicht gibt. Alles klar? Nicht so wichtig ob das klar ist meint ihr, darum einfach unbedarft das Album anhören.

Fredi Hallauer

KIDDIE COKE

CD: „Medical Walls“ (Bad Reputation)

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Das Quartett kommt aus Dijon und gehört in die Sparte Grunge Rock. Christelle Lacombre ist der Kopf der Gruppe. Mit ihrem energiegeladenen Rockgesang prägt sie auch den Sound. Diese Band geht recht ab und rockt was das Zeug hält. Aber der Unterschied zu anderen Bands macht die Frauenstimme aus, welche auch wirklich eine Rockröhre ist. Natürlich sind auch ein paar ruhigere Stücke zu hören und die sind wiederum vom Gesang geprägt. Hoffentlich gibt es in Zukunft noch mehr von Kiddie Coke.

Fredi Hallauer

DEVARROW

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EP: „Palmer“ (DanCan Music)

Der kanadische Singer/Songwriter bedient sich beim Folk und flechtet Popelemente hinein. als grosse Schublade kann man Indie Folk wählen. Die Instrumente sind Eolkinstrumente der Gesang ist sehr eigenständig aber auch gewöhnungsbedürftig. Die höhere etwas jammernde Stimme tönt etwas wenig geerdet. Die Erdung fehlt aber im allgemeinem dem Sound. „Palmer“ ist die erste EP für Europa, in Kanada hat Devarrow bereits zwei Alben veröffentlicht. Dies ist kein zwingendes Album.

Fredi Hallauer

DESTINATION LONELY

CD: „Death Of An Angel“ (Voodoo Rhythm Records)

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Drei wütige Männer aus Toulouse schreien und dreschen sich die Wut aus dem Bauch. Mit zwei Gitarren und Schlagzeug brettern sie los durch den Rock und Punkhimmel. Zwischendurch werden sie etwas psychedelisch und manchmal klingt es auch fast schön.  Genau so haben die Bands in den 70igern getönt und das ist echt wohltuend mit dieser Musik den Frust und die Wut auf was auch immer loszuwerden. sicher nicht für jedermann, aber die alten Beat- und Rockfans dürfen ruhig ein Ohr wagen, man bekommt höchstens nicht genug davon.

Fredi Hallauer

CURRENT SWELL

CD: „When To Talk And When To Listen“ (Nettwerk)

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Die kanadische Indierock Band kommt auf ihrem dritten Album sehr breitgefächert daher. Das Quartett in der klassischen Besetzung: Zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug, alle singen und einer spielt noch Mundharmonika  hat sich für jeden Song etwas überlegt und nicht nach einem Strickmuster über das ganze Album gearbeitet. Trotzdem ist aber kein Birchermüesli entstanden sondern ein angenehmes Album mit Musik zwischen Indie Rock und Surf Rock. Einfach anhören.

Fredi Hallauer

THE PIGGYBACK RIDER

CD: „Midnight At The Tent Of Always“ (Wild Kingdom)

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Die Piggyback Rider ist eine schwedisch-englische Zusammenarbeit aus der ein wunderschönes handgemachtes Americana Album entstand. Der Gitarrist Chris Spedding übernimmt die herrlichen Gitarrenklänge. Sulo Karlsson den männlichen Gesang und Idde Schulz den weiblichen Teil. Es ist fast ein Duett-Album und abwechselnd singen sie Lead oder Background. Dazu spielen noch ein Bassist und ein Drummer mit. Dieses Album ist so herrlich altmodisch, könnte aus Nashville stammen und doch ist es sehr erfrischend.

Fredi Hallauer

JOE GODDARD

CD: „Electric Lines“ (Domino Records)

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Der Engländer Joe Goddard ist ein Elektronik Tüftler. Bei seinen Tüfteleien ist ein wunderschönes Electropop/Dance Album entstanden. Er zieht alle Register und geht durch alle Genre der Disco und Dance Musik, mit viel Können und Weitsicht. Bei einigen titeln zog er Sänger und Sängerinnen bei. Da und dort ist es richtig Electropower, dann wieder luftigen Dance Groove oder Funky-Stoff. so macht Electro Spass.

Fredi Hallauer

SPIRAL STAIRS

CD: „Doris The Daggers“ (Domino)

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Der Amerikaner Scott Kannberg steckt hinter Spiral Stairs. Er nannte sich schon als Musiker in verschiedenen Bands so und natürlich auch als Solomusiker. Er veröffentlicht mit „Doris The Daggers“ sein zweites Soloalbum. Es sind Songs im Poprock Stil mit einer recht markanten Stimme. Es ist eine recht unauffällige CD, welche von sehr persönlichen Songs geprägt ist und mit mehrmaligem Anhören sich entwickelt und sogar ans Herz wächst.

Fredi Hallauer

THE TEMPER TRAP

Interview: Am Zermatt Unplugged 2017 sprach Fredi Hallauer mit zwei Mitgliedern der Band.

CD: „Thick As Thieves“ (Liberation Music)

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Die australische fünfköpfige Rockband ist viel in Westeuropa unterwegs. Ursprünglich kommen sie von Melbourne, siedelten aber nach London und Berlin. Ihr Stil ist Rockmusik irgendwo zwischen Indie-Rock und Radio Rock. Ihre Songs kommen wohlklingend daher und auffallend sind die schönen Gitarrensoli und der Gesang. Temper Trap macht schöne Musik, die man aber auch von Bands aus allen Nationen findet. Eine schöne aber nicht zwingende CD.

Fredi Hallauer

JAKUZI

CD: „Fantezy Müsik“ (City Slang)

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Das türkische Sinthy Pop-Duo wirkt irgendwie verstörend, etwa so wie es das Cover des Albums tut. Die Musik kommt ziemlich top daher, vielleicht wie wenn Depech Mode aus der Türkei kämen und doch ist sie Eigenständig, denn immer wieder flammt die Punk-Vergangenheit des Duos auf. Ich habe keine Ahnung von was die beiden singen, was ja in der heutigen Situation der Türkei ziemlich massgebend ist. Eigentlich ein schönes Album, klingt ausser der Sprache nicht sehr türkisch und dank der Sprache hebt es sich von anderen Sinthy Pop Alben noch deutlicher ab.

Fredi Hallauer

YASMINE HAMDAN

CD: „Al Jamilat“ (Crammed Disc)

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Die Libanesin hat ihr musikalisches Spektrum auf ihrem neuen Album erweitert. Der Gesang ist klar arabisch, aber musikalisch nimmt sie in die arabische Musik viele Elemente des westlichen Pop hinein, ebenso gewisse elektronische Elemente, oder vielleicht formuliert man es besser auch umgekehrt. Musikalisch ist es angenehmer und wohlklingender Worldpop. Yasmine Hamdad lebt auch in den verschiedensten Ländern der Welt und so sind die Einflüsse kein Wunder. Der Album Titel bedeutet in etwa soviel wie „Die Schönen“. Ihre Stimme schmeichelt sich in die Gehörgänge und bleibt dort hängen. Musik die man nicht müde wird zu hören.

Fredi Hallauer

XAVIER RUDD

CD: „Live in The Netherlands“ (Salt X Records/Neverland Music)

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Xavier Rudd brilliert hier auf einem Doppelalbum live mit 1 Stunde 50 Minuten Spieldauer. Aufgenommen wurde die CD in Holland. Zu hören sind Songs aus seiner gesamten Karriere. Er spielt mit seiner exzellenten Band, d.h. er agiert als Frontmann. Der erste Teil ist Reggae lastig mit herrlichem federnden Beats, genussvollem Örgeli und einem aufgestelltem Xavier Rudd. Die 18 Songs sind oft überlang, also ein voller Genuss. Bereits ab dem zweiten Stück wird er sozialkritisch. In der zweiten Hälfte des Konzerts kommen dann auch die Aboriginal Wurzeln noch mehr durch. Dieses Album ist schlichtwegs ein Muss und das nicht nur für Fans.

Fredi Hallauer

THE GIFT

CD: „Altar“ (La Folie Records)

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Die Poprockband The Gift kommt aus Portugal und singt englisch. Die Musik ist genialer und treibender Poprock. Das Schlagzeug treibt die Songs an, Elektronik hilft mit dass diese Musik äusserst tanzbar wird. Dazu kommt der Gesang einer Sängerin die sehr eigenständig ist, aber sehr gut ankommt. The Gift ist eine Band, welche auf der Iberischen Halbinsel abräumt und hier so gut wie unbekannt ist, das sollte sich aber ändern, wenn man sich ihre Musik anhört.

Fredi Hallauer

SINKANE

CD: „Life & Livin‘ It“  (City Slang)

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Der in England geborene und dort lebende Sinkane hat afrikanische Wurzeln und auch die fliessen in seine Musik ein. Aber besser von vorne. Der Kopf der Gruppe ist Ahmed Gallab. Er hat immer wieder sehr gute Musiker um sich, auch bei diesem Album. Wunderbar ist sein Gesang, häufig befindet sich seine Stimme irgendwo im Falsett um dann wieder geerdet auf die Erde zu kommen. Die Musik und sein Gesang ist hell und fröhlich. Eine Schublade gibt es für Sinkane nicht, da ist viel Soul, R’n’B, Funk, Reggae, Dance, Pop und afrikanisches miteinander verschmolzen. Er will den Albumtitel als Programm verstanden wissen, das Leben leben aber die Realität nicht vergessen, darum lässt er immer wieder die soziale Realität in seinen Texten durchblicken. Zu dieser Musik kann man sowohl tanzen, wie sie einfach anhören. Ein tolles Album das viel Beachtung verdient hat.

Fredi Hallauer

DIRTY PROJECTORS

CD: „Dirty Projectors“ (Domino Records)

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Dirty Projectors sind eine US-amerikanische Rockband um den Singer/Songwriter Dave Longstreth. Das ganze tönt wirklich nach verschmutzten Projektoren und verblüfft was dabei entsteht. Auffallend ist die spezielle Stimme von Dave Longstreth, keine schöne Stimme aber sie hat einen speziellen Klang. Die Band spielt sich durch sämtliche Genre der moderneren Musik und das am liebsten ineinander vertrackt. Stilschublade irgendwo im Postpop aber vielleicht auch näher bei Frank Zappa. Wer gerne spezielle Musik hat, hier liegt sie vor.

Fredi Hallauer

HEAVY TIGER

CD: „Glitter“ (Wild Kingdom)

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Heavy Tiger sind drei junge Frauen um 24 jährig aus Schweden welche sich dem Rock verschrieben haben. Sie nennen unter anderem AC/DC oder The Who ihre Vorbilder. Das weibliche Trio haut einem den Rock’n’Roll förmlich um die Ohren. Die Gitarristin singt Lead, die Bassistin und die Drummerin übernehmen die Backing Vocals und das geht recht ab. Einfach anhören und abtanzen ist zu dieser Musik empfohlen

Fredi Hallauer

SIR WAS

CD: „Digging a Tunnel“ (City Slang)

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Sir Was ist der Schwede Joel Wästberg. Er spielt eigentlich alle Instrumente selber von den Gitarren, zum Bass, dem Schlagzeug, Keyboards, Electronics und dem Saxophon. Er singt ebenfalls mit einer gewöhnungsbedürftigen Falsettstimme. Er macht sehr eigenständige Musik, die oft ziemlich verhallt ist. Eine eigentliche Melodie ist nicht auszumachen und tanzbar ist das Ganze auch nicht. Diese Klänge sind sehr konstruiert und der Zugang ist schwierig zu finden, aber wahrscheinlich lohnt es sich nach ihm zu suchen.

Fredi Hallauer

BURNING VELVET

CD: „Night Light/Slow Grass“ (Celebration Records)

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Burning Velvet ist Däne und heisst wirklich Nicolai Wøldike Schmith.  Es ist sein erstes ganzes Album. Er spielt Americana Pur, Folk und Country und das alles roh und ungeschliffen. Er spielt eine Epiphone Gitarre von 1948, E-Gitarren aus den 50igern, Open Banjo, dumpfe alte Bässe, hantiert mit Mikrophonen und Schallplatten. Seine dunkle Stimme, die aber da und dort auch heller klingt passt gut zu dem Sound. Seine Texte sind aus dem Leben gegriffen. Ein einfaches pures Album ohne Firlefanz welches direkt ins Musikherz zielt und trifft. Das Album ist ganze 18 Songs lang und wenn man nichts über Burning Velvet weiss, hat man das Gefühl es kommt direkt aus den USA irgendwo aus dem Süden. Eine Entdeckung.

Fredi Hallauer

SON MIEUX

EP: „Vice Versa“

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Der Holländer Camel Meiresonne, seines Zeichens Interpret, Komponist und Produzent, spielt eine akustische-elektro Form von Singer/Songwriter Musik. Teils ist die Gitarre oder das Piano Melodie führend und dazu setzten dann plötzlich Elektrobeats oder elektronische Effekte ein. Ein gute Idee und gut Umgesetzt aber Camel Meiresonne scheint schnell an die Grenze gekommen zu sein, denn bereits ab drei Songs gibt es Abnützungserscheinungen.

Fredi Hallauer

MILO GREEN

EP: „Never Ender“ (Nettwerk)

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Die amerikanische Indipop Band mit dem typischen Gesang präsentiert sich sehr frisch. Drei LeadsängerInnen wechseln mit dem Lead ab oder übernehmen ihn gleichzeitig. Dazu verschiedenste Instrumente, welche sie auch dauernd wechseln. Teils sind die Songs minimal instrumentiert und wachsen dann wieder ins epische. Milo Green ist eine Band die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Fredi Hallauer

THE ANIMAL COLLECTIVE

EP: „The Painters“ (Domino Records)

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Das zur Avantgarde Pop zählende Quartett aus den USA legt hier mit einer EP nach, auf welcher noch drei Titel ihrer letzten aufnahmen zu hören sind, welche auf der CD keinen Platz hatten und eine Coverversion, welche sie neu aufnahmen. so wahnsinns Avantgarde ist die Band nicht mehr und nach Pink Floyd tönen sie auch nicht mehr. es ist ziemlich schneller Pop mit Folkverschnitten, der Gesang irgendwie zappaesk, manchmal. Ob es diese EP gebraucht hat, frage ich mich, denn sie bringt eigentlich nichts neues und das bisherige eher dürftig.

Fredi Hallauer

DANNY WORSNOP

CD: „The Long Road Home“ (Earache Records)

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Der in den USA lebende Brite und Sänger von Asking Alexandria veröffentlicht sein erstes Album unter eigenem Namen. Mit ihm spielt aber eine Band. Danny Worsnop entpuppt sich hier als Singer/Songwriter. Musikalisch zieht er viele Register, so ist er verblüffend folkig oder sogar Country gibt es zu hören. Rock ist natürlich sein Metier und das lässt er hören, aber immer auf der sanfteren Seite. Beeindruckend ist seine Schleifpapier Stimme die sich in allen Stilen gut macht. Die Songs sind eher nachdenklich über sich und die Welt um ihn. „The Long Road Home“ ist ein schönes Album mit viel Frühlingsgefühlen.

Fredi Hallauer

POOR NAMELESS BOY

CD: „Bravery“ (DanCan Music)

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Joel Henderson ist hinter dem Namen Poor Nameless Boy. Er stammt aus Kanada und kommt aus dem Umfeld der Bluegrass Folker The Death South. Seine Musik ist ganz klar dem klassischen Singer/Songwriter zuzuschreiben, mal ein Schuss Bluegrass oder eine Prise Rock dazu. Wichtig ist aber seine tiefe warme Stimme die sehr wohltuend klingt. Er besingt das Leben und die Hoffnung in dieser Welt immer das Gute zu sehen. Ein wunderschönes Album dem viel Aufmerksamkeit gebührt.

Fredi Hallauer

OLD CROW MEDICINE SHOW

CD: „Best Of“ (Nettwerk Music Group)

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Das Sextett aus den USA gehört seit fast 20 Jahren dazu. Sie spielen Folk, Alternative Country, etwas Bluegrass und Americana und räumen damit ab. Es ist eine Freude ihnen zuzuhören. Rauhe Stimmen und Fiddle, ziemlich Tempo und grosses Können an den Instrumenten lösen Begeisterung aus. Hier liegt eine Best Of vor, von einer Band die hier noch wenig bekannt ist, aber 2015 den Grammy in der Sparte Bestes Folk Album gewann. Braucht es noch mehr, als zu sagen, genial was da gespielt wird.

Fredi Hallauer

WALLIS BIRD

CD: “ Home“ (Mount Silver Records/Caroline International)

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Die in Deutschland lebende Irländerin ist eine Musikerin mit einer umwerfenden und berührenden Stimme. Das alleine reicht nicht aus, sie ist auch eine musikalisch eigenständige Musikerin und biedert sich nicht im allgemeinen Pop an. Man kann sie als Singer/Songwriterin einordnen, denn sie zieht stilmässig alle Schubladen, von Elektro, zu Folk, Pop und Jazz. Es gibt eigentlich nicht viel zu schreiben, als hört euch die CD an und lasst euch mitnehmen mit diesen Klängen.

Fredi Hallauer

OLD SEA BRIGADE

EP: „Wash Me Away“ (Nettwerk Records)

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Old Sea Brigade das ist Ben Cramer aus den USA. Stilmässig liegt er meistens im Indie Folk. Die fünf Songs sind teils recht unterschiedlich, meistens ist es klarer Folk mit einer schönen und kräftigen Stimme, dazwischen experimentiert Old Sea Brigade mit Elektronik was aber nicht so gelingt im Vergleich zu den anderen Songs. Man darf auf sein ganzes Album, welches noch im 2017 erscheinen soll gespannt sein.

Fredi Hallauer

THE PAPER KITES

CD: „Woodlands & Young North EP’s“ (Nettwerk Music Group)

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Das australische Quintett hat für Europa eine eigenwillige Art der Veröffentlichungen. Sie starteten in Australien mit Singles und zwei EP’s, dann kamen, auch für Europa, die CD ’s „States“ (2013) und „twelvefour“ (2015). Erst jetzt sind die beiden EP’s „Woodland“ (2011) und „Young North“ (2012) bei uns als CD erschienen. Geändert wurde an den Aufnahmen nichts mehr. Das Resultat ist, dass die Musik einige Schritte zu heute zurück liegt, was aber nichts Negatives ist. Die Musik auf dieser CD ist sehr folkig, die Rock Einflüsse fehlen noch. Dominiert wird der Klang von den beiden Stimmen von Sam Bentley und Christina Lacy plus den Harmony Vocals der anderen Mitgliedern. Das sind 11 wunderschöne Songs, darunter auch die erste Single „Bloom“. Wer bereits auf die Paper Kites gestossen ist, kann hier mehr entdecken und die anderen können beginnen die Band zu entdecken.

Fredi Hallauer

SAVOIR ADORE

CD: „The Love That Remains“ (Nettwerk Music Group)

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Die Band aus New York ist Live eine 5 köpfige Band und im Studio ist es vor allem Paul Hammer mit einer Sängerin. Musikalisch sind sie irgendwo zwischen Indierock und Elektropop anzusiedeln, oder ein bisschen expliziter gesagt, weder Fisch noch Vogel. Die Musik plätschert ein bisschen daher, der Gesang ist schön, aber alles recht gleichförmig und dadurch als CD doch bald recht langweilig. Mir ist auch kein Song wirklich im Ohr hängengeblieben.

Fredi Hallauer

RUN RIVER NORTH

CD: „Drinking From A Salt Pond“ (Nettwerk Music Group)

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Die in Amerika lebenden Koreaner machen tolle amerikanische Musik. Vorher waren sie eine Indie Folkband und mit einem neuen Produzenten wurden sie rockiger und eigenständiger und gehören nun in die Schublade Indie Folkrock Band. Neben der Rockband Besetzung Gitarren, Keyboard, Bass und Schlagzeug plus Gesang kommt bei Run River North eine bis zwei Geigen dazu. Die Musik geht recht los und tönt erfrischend. Eine Band die es hierzulande noch zu entdecken gilt.

Fredi Hallauer

ALLAH-LAS

CD: „Calico Review“ (Mexican Summer/Irascible)

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Auf der neuen CD der amerikanischen Band ist pure Rockmusik in der ganzen Bandbreite zu hören, wie bereits auf den Vorgänger Alben. Sie spielen Garagen Rock, Rock’n’Roll, Psychedelic Rock, Surf Rock und noch ein bisschen 60’s Rock. Auffallend ist die schöne Gitarrenarbeit und die Melodien. Ansonsten ist es schöne Musik nicht mehr und nicht weniger.

Fredi Hallauer

HOW TO DRESS WELL

CD: „Care“ (Weird World)

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Hinter dem wie eine Band klingenden Namen verbirgt sich der Singer/Songwriter der etwas anderen Art, Tom Krell, aus den USA. er begeistert seit Jahren sein Publikum. Die neue CD bringt wunderschöne Popsongs zwischen Indie-Pop und Traumsongs. Er kommt nahe an den perfekten Song heran, wenn nicht sogar ganz. Diese Musik zum Zuhören mit ansprechenden Texten, eher ruhig aber nicht esoterisch oder irgendwo abhebend, hat es in sich. Wer einmal How To Dress Well angehört hat, kommt fast nicht mehr los.

Fredi Hallauer

IMMANU EL

CD: „Hibernation“ (Glitterhouse Records)

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Das aus Göteborg stammende Quintett wird zum Postrock gezählt. Sie spielen traumhafte Musik und den Stil kann man problemlos Dreampop nennen. Vergleichbar oder zumindest stark beeinflusst ist die Band von Sigur Ros aus Island. Ein wesentlicher Unterschied ist, das Immanu El englisch singen. Unter den acht Titeln gibt es ein paar, da passiert dann schon sehr wenig, es bleiben elektronische Töne einfach über lange Zeit stehen, da geht dann das traumhafte etwas verloren oder ist so übertrieben dass dieser Ton einem auf den Nerv geht oder zum Albtraum wird. Immanu El macht sicher sehr spezielle Musik, speziell ist auch, dass sie als Schweden einen Hebräischen Bandnamen gewählt haben.

Fredi Hallauer

WAKRAT

CD: „Wakrat“ (NonStopMusic Distribution)

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Das amerikanische Trio um Mastermind Tim Commerford, früher Rage Against The Machine, legt auf ihrem ersten Album so richtig los. Es ist wütender Punkrock mit Hardrock und Alternativ Rock Einflüssen. Irgendwie kommt die CD so richtig zur Wahl von Donald Trump, man wird das Gefühl nicht los, dass die drei heftig gegen ihn musikalisch und textlich protestieren. Sicher passt diese CD ganz gut in die jetzige Zeit und bietet ein tolles Gegenstück zu all den Bands mit den netten, schönen und lieben Texten und Melodien. Wakrat euch braucht es.

Fredi Hallauer

BLOOD ORANGE

CD: „Freetown Sound“ (Domino Records)

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Der Brite Devonte Hynes tritt bei seinen Soloprojekten als Blood Orange an. Er ist Singer/Songwriter und hat für viele Leute Songs geschrieben, selber mit anderen Bands Musik querfeld gespielt und selber beherrscht er viele Instrumente. Seine momentane Vorliebe ist der R’n’B, den er auf Freetown Sound zum Zuge kommen lässt, aber auch alles andere. In 17 Songs erzählt er Geschichten mit allen Musikstilen die er gespielt hat. HipHop ist ebenso vertreten wie Elektro. Die Texte sind persönlich, politisch. Er spricht Rasse, Religion, Sex und Sexismus an. Vielleicht gelingt ihm mit diesem seinem dritten Album bei uns der Durchbruch.

Fredi Hallauer

KING CREOSOTE

CD: „Austronaut Meets Appleman“ (Domino)

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Der Schotte King Creosote gehört zu den Singer/Songwritern, experimentiert dabei mit den verschiedensten Elementen. Einerseits setzt er gewöhnliche Instrumente ein, nimmt dann einen Dudelsack (Pipe) dazu. Andererseits reichert er die Musik mit Elektronik und Samples von Stimmen an. Heraus kam keine Elektrofolk CD oder so, sondern Musik mit klaren Songstrukturen ohne Elektrobeats, dafür sehr spannend. King Creosote ist bei uns nur wenig bekannt, hat aber schon viele gute Musik und vor allem eigenständige Musik gemacht und es ist sich Wert diese CD anzuhören.

Fredi Hallauer

WEYES BLOOD

CD: „Front Row Seat To Earth“ (Mexican Summer)

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Die aus Santa Monica stammende Natalie Mering, alias Weyes Blood hat sich von der Underground Musikerin zur Folksängerin gewandelt. Ihre wunderschöne Stimme lässt sie über ihrer Musik schweben. Es ist der Sitz in der ersten Reihe zur Erde, aber der Gesang und auch die Musik befinden sich darüber. Ruhige Musik, ruhiger Gesang, ein bisschen romantisch und irgendwo Neohippie, was durchaus ab und zu gut tut.

Fredi Hallauer

ODD COUPLE

CD: „Flügge“ (Cargo Records Germany)

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Das Berliner Duo gehört zu den temperantvollen und Energie geladenen Duos. Sie rasen durch die wilden Stile mit Einflüssen von Punk, Surf, Garagen und was auch immer. Die Musik machen sie auf den verschiedensten Instrumenten welche das Duo im Wechsel selber spielt. Texte auf Englisch und Deutsch und da liegt der Haken. Of sind es nur kurze Fragmente und sehr schlecht verständlich, was schade ist und der CD Qualität nimmt.

Fredi Hallauer

BOY & BEAR

CD: „Live At The Hordern Pavilion“

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Das australische Folkrock Quartett überzeugt mit einer Live Aufnahme. Das ist Folkrock im amerikanischen oder australischen Stil der alten Schule. Die Musik ist handgemacht mit viel Spielfreude vorgetragen und es macht den Musikern und dem Publikum Spass. Die Musik erinnert ein bisschen an The Birds, wenn auch der Sound etwas anders ist. Schöne Musik nicht mehr und nicht weniger.

Fredi Hallauer

SHANKS

CD: „Prisons Of Ecstasy“ 

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Das kanadische Rockduo fährt weiter wo sie preisgekrönt 2014 aufgehört haben. Sie spielen punkigen Rock. Da wird einerseits getrommelt was die Felle halten, dazu verzehrte Gitarren. Der Gesang und vielleicht das Ganze kann eine Verwandschaft mit der Musik von Alice Cooper und von Dead Boys nicht abstreiten. Diese CD in unseren Breitengraden zu hören ist nicht zwingend, wir haben in Europa mindestens so gute Bands.

Fredi Hallauer

RODRIGO LEAO & SCOTT MATTHEW

CD: „Life Is Long“ (Glitterhouse Records)

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Der Portugiese Rodrigo Leao und der Australier Scott Matthew arbeiten hier zusammen. Rodrigo Leao ist ein grossartiger Komponist, der auch bereits für einige Filme die Filmmusik geschrieben hat. Ebenso ist Scott Matthew beschäftigt mit komponieren, Texten und hier leiht er der Produktion auch die Stimme. Rodrigo Leao spielt natürlich auch die Instrumente. Herausgekommen ist ein ruhiges, besinnliches und schönes Werk, eine CD für genüssliche und ruhige Stunden an einem Winterabend.

Fredi Hallauer

DEL SUELO

CD: „I Am Free“ (DanCan)

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Der kanadische Musiker veröffentlicht sein Projekt mit einem Buch und der dazu passenden CD. Zu jedem Kapitel hat er einen Song geschrieben und aufgenommen. Der Sänger, Gitarrist, Banjospieler und Cellist überzeugt auf seinem Indie Folk Album, welches manchmal auch in den Pop driftet. Die cleveren Kompositionen, eher im Midtempobereich bestechen durch die Schlichtheit. Einmal etwas folkiger und ein Andermal ziemlich popig. Musik die sicher einer breiten Hörerschaft gefällt.

Fredi Hallauer

AUSTIN BASHAM

EP: „Linton/Oslo“ (Nettwerk Music Group)

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Der texanische Folksänger und Singer/Songwriter präsentiert auf seiner EP fünf Songs. Alle diese Songs sind schlicht und einfach gehalten und werden von Austin Basham’s Gitarrenspiel und seiner warmen Stimme geprägt. Diesen Namen muss man sich merken.

Fredi Hallauer

DIE HÖCHSTE EISENBAHN
CD: „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“ (Tapete Records)

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Die deutsche Rockpop Band aus Berlin macht tolle Musik mit ansprechenden Texten. Die Texte sind oft etwas quer und ungewöhnlich und das macht das aus, was Die Höchste Eisenbahn abhebt. Der Titel des Titelsongs sagt ja schon viel oder eben nichts aus, was dahintersteckt, ebenso der Titel „Wir haben so lange nachgedacht bis wir wütend waren“. Schade ist, dass der Sänger nuschelt und die Abmischung oder Aufnahme den Gesang zuwenig präsent darbietet, so wird es doch schwierig die Worte genau zu verstehen. Schade.

Fredi Hallauer

BON IVER

CD: „22, A Million“ (Jagjaguwar)

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Der amerikanische Singer/Songwriter hat seine Songs einfach strukturiert, aber dass es nicht zu einfach wird verändert er seine Stimme fortwährend mit einem Vocoder, daurch werden die Texte schlecht verständlich und manchmal geht einem dieser Vocoder Gesang auch auf die Nerven. Musikalisch zieht er auch an vielen Registern und rhythmisch gibt es immer wieder gewollte Aussetzer. Das alles macht das Album in unseren Breitengraden nicht zum Hochgenuss. Wer sehr gut englisch kann versteht vielleicht die Texte mit Vocoder besser.

Fredi Hallauer

BOXED IN

CD: „Melt“ (Nettwerk Records)

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Der britische Singer/Songwriter und Produzent Oli Bayston versteckt sich hinter dem Namen Boxed In. Er produziert unter diesem Namen Electro Pop, Dance. Das ganze hört sich gut an, schön produziert und nicht im 1/2 Stampfrythmus des billigen Discos gemacht, sondern viel kreativer. Das ist tolle Tanzmusik für den Dancefloor.

Fredi Hallauer

MESPARROW

CD: „Jungle Contemporaine“ (Yotanka)

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Die Französin fliegt mit ihrer feinen Stimme und ihren französischen Texten über ein Flechtwerk von Elektronik. Stilmässig könnte man sagen zeitgemässes französiches Chanson, ziemlich im Pop angesiedelt. Erinnerungen and Laurie Anderson oder Suzanne Vega kommen ebenfalls auf. Eine Cd zum Hinhören und geniessen.

Fredi Hallauer

THE KILLS

CD: „Ash & Ice“ (Domino)

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The Kills sind ein amerikanisches – englisches Duo. Die amerikanische Sängerin übernimmt manchmal die Gitarre oder den Bass und spielt mit dem englischen Gitarristen zusammen eine spannende Form von Rock. Das Schlagzeug ist eine Drummachine, gesanglich tönt es ziemlich punkig und die rockigen Gitarren haben manchmal noch etwas psychedelisches. Die Sängerin hat eine harte, rockige Stimme und der ganze Sound kommt ziemlich überzeugend daher.

Fredi Hallauer

STIFFY JONES

CD: „Narrow Road Of Memories“

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Die schwedische Rockband hat sich dem Rock mit Punkrock Attitüden verschrieben. Im Gesang beherrschen sie die schönen Melodien. Textlich erzählen sie vom Alltag und von der Liebe, von was auch sonst. Stiffy Jones ist eine Band für gute Laune und um den Nebel zu vertreiben. Einfache Musik aber geht direkt ins Herz.

Fredi Hallauer

CHRISTIAN KJELLVANDER

CD: „A Village: Natural Light“ (Tapete Records)

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Der Schwede Christian Kjellvander ist gehört zu den nordischen Singer/Songwritern mit einer warmen Stimme und ruhiger Musik. Die Lieder sind eher dunkel, wie es sich für die Wintermonate in Nordeuropa gehört, aber wie ein Liedtitel sagt „Dark Ain’t That Dark“. Die Musik und der Gesangstil ist ziemlich amerikanisch gehalten und mit akustischen Instrumenten begleitet. Ein schönes nachdenkliches Album für ein Glas Wein und ein Kaminfeuer.

Fredi Hallauer

C DUNCAN

CD: „The Midnight Sun“ (FatCat Records)

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Der Schotte stammt aus einer klassischen Musikerfamilie und studierte ebenfalls klassische Komposition. Dazu lernte er aber auch viele weitere Instrumente. In seiner Musik hat es folkige Anklänge aber auch Elektronik kommt zum Zug. Die Gesangspartien haben etwas choralhaftes. Das alles miteinander vermischt gibt seinen typischen Dreampop, der recht interessant ist, aber auf Albumlänge einem irgendwann einmal ins Land der Träume schickt. Tipp die CD in Tranchen hören, dann sind die einzelnen Songs durchaus interessant.

Fredi Hallauer

BLAUDZUN

CD: „Jupiter“ (Glitterhouse/Irascible)

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Blaudzun ist ein niederländischer Singer/Songwriter der sich aber gerne mit eher grösseren Band umgibt. Sein Name kommt von einem dänischen Amateur Radrennfahrer. Für seine Songs nimmt er die Musik die dazu passt, es ist schwierig die Musik genau zu definieren. Eines ist sicher, schlecht ist sie nicht. Das Merkmal von Blaudzun ist seine Stimme und die ist eher gewöhnungsbedürftig. Entweder man mag sie oder nicht. sie klingt etwas hoch, dünner und ziemlich kalt. Es ist sein Markenzeichen aber mich berühren dadurch die Songs nicht.

Fredi Hallauer

DEERBORN

CD: „Crash & Burn“ (DanCan Music)

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Das dänische Quartett fühlt sich in vielen Stilen und deren Mix wohl. Sie pendeln zwischen folkig, zu Country, Americana und ausgereiftem Rock. Dieser Stilmix und wechsel ist nicht immer einfach beim Zuhören, es sind oft zu harte Schnitte. Dazu kommt, dass der Gesang oft sehr wütend tönt, aber gleichzeitig nicht immer zur Musik passt. Dieser wütende Gesang hält aber die ganzen 10 Songs zusammen. Deerborn haben noch Luft nach oben und müssen ihren Stil noch etwas reifen lassen.

Fredi Hallauer

DIRTY OLD TOWN

CD: „Beauty And Truth“ (DanCan Music)

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Hinter dem Namen verbirgt sich der dänische Musiker Morten Christensten, der als Singer/Songwriter auftritt. Stilmässig ist da viel Americana dabei und er orientiert sich musikalisch bei Neil Young, Ryan Adams oder Bob Dylan. Er muss schwierige Zeiten durchgemacht haben, denn die Songs tönen wehmütig und traurig, so wie das Novemberwetter, da und dort mal ein Sonnenstrahl. Die Songs und auf den Text fokusiert und die spärliche Musik untermalt die Stimmungen der Worte.

Fredi Hallauer

CHRIS PUREKA

CD: „Back In The Ring“ (Haldern Pop Recordings)

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Die amerikanische Sängerin singt mit einer solchen Intensität, dass es einem direkt ins Herz trifft. Sie leidet unter vielem und singt den ganzen Schmerz heraus. sie begleitet sich mit Gitarre und dann helfen noch ein paar spärliche Instrumente da und dort mit. Chris Pureka ist eine Singer/Songwriterin aus der Sparte Folk, wenn man die Definition nicht zu eng sieht. Irgendwie erinnert sie an den Briten Billy Brag mit einer Art PostPunk Folk. Es sind wunderschöne, herzzereissende Songs. Anhören lohnt sich und die Musik eignet sich für unsere grauen Novembertage.

Fredi Hallauer

THE SLOW SHOW

CD: „Dream Darling“ (Haldern Pop Recordings)

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Die Band aus Manchester spielt Lieder über Schmerz, Trennung und Abschied, auch endgültigen Abschied. Die Stimme des Sängers tönt traurig und diese Stimmung wird unterstützt durch eine Bergarbeiter Blaskapelle, auch sonst werden verschiedene Register gezogen, mal gibt es klassische Ideen zu hören und manchmal fast etwas Americana und irgendwo klingt noch etwas aus Skandinavien mit. Obwohl sich der Beschrieb sehr traurig anhört klingt auch immer wieder ein bisschen Hoffnung mit. Ein wunderschönes Album für Bauch und Herz.

Fredi Hallauer

 

 

 

 

 

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