HORNROH

Album: „Eigenbräu“ (Zytglogge)

Hornroh nennt sich „Modern Alphorn Quartett“. Das Quartett setzt sich zusammen aus Jennifer Tauder, Balthasar Streiff, Lukas Briggen und Michael Büttler. Alle spielen Alphörner, Büchel, Grello und Meeresschnecken, Jennifer Tauder-Ammann stuert noch Stimme bei. Die vier Damen und Herren machen es aber unseren Ohren nicht leicht. Es ist ein zwiespältiges Album. Bereits der Booklet Text regt zum Kopfschütteln an. Der Titel Eigenbräu ist OK, aber wiesdo muss jedes Stück als Bier beschrieben werden, anstatt seriöse Kommentare zu den Stücken zu schreiben oder es sein lassen. Meint das Quartett alles nicht so ernst. Der Verdacht kommt auf. Nun zur Musik. Viele Stücke sind so konzipiert, dass einfach immer schräge Töne, Disharmonien und hohe Reibung der Töne darin stattfinden. Untermodern, verstehe ich, dass auch mal rhythmisch etwas gemacht werden könnte. Auffallend mühsam sind die Kompositionen von Balthasar Streiff, das sind acht von siebzehn, und dazu kommen noch drei Arrangements. Was man sicher nicht darf, ist das Album am Stück hören, das ist zuviel aufs Mal, zumindest beim Erstenmal. Wer es gerne ausgefallen hat und das Spiel mit den Naturtönen mag, kann sich an diese Klänge wagen, allen anderen empfehle ich Vorsicht.

Fredi Hallauer

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