NICOLE JOHÄNNTGEN mit HENRY

LIVE: Albumreleasetour „Henry III“ im Be Jazz am 13. Mai 2021

Bild Fredi Hallauer

Die deutsche Musikerin (Altosaxophon) mit auch noch französischen Wurzeln und seit 16 Jahren in der Schweiz stellte sich in New Orleans eine Band zusammen aus einem Sousaphonspieler, einem Posaunisten und einem Schlagzeuger und nannte sie Henry. Nun ist das dritte Album dieser Formation erschienen und die Releastour läuft. Wegen Corona sind die Reisen auch für Amerikaner etwas schwierig bis unmöglich. Nicole Johänntgen hat aber auch für andere Situationen noch eine Schweizer Version von Henry. And diesem Abend standen nun eine Mischung aus beiden Bands auf der Bühne, nämlich der geimpfte Amerikaner Steven Glenn am Susaphon (hat sich einen Flug ergattert) und die Schweizer Pius Baschnagel am Schlagzeug und Lukas Wyss an der Posaune und selbstverständlich Nicole Johänntgen am Altosaxophon. Sie kündigten es am Anfang gleich an, ganz ernst nehmen sie sich selber nicht. So starteten sie mit Tönen, instrumentalen Zwiegesprächen, Witzen, Spässe und was alles dazu gehört um dann plötzlich in den new Orleans geprägten Offbeat zu fallen und richtig loszulegen. Alle hatten immer genügend Platz für Soli und sogar für lange Soli, insbesondere auch der Sousaphonist und der Schlagzeuger. Manchmal spielten gerade die beiden sozusagen ein Duett. Die Stücke waren jazzig, funky, aber auch wieder ruhiger und getragen. Überraschungen gab es viele musikalische und eine personelle, denn Nicole Johänntgen lud noch einen zweiten Susaphonisten auf die Bühne ein, es war Victor Hege, einen Franzosen, welcher in Basel lebt. Was diese beiden Tiefbläser boten übertraf alles von Qualität und Spielwitz.

Bild Fredi Hallauer

Alle Musiker und die Musikerin überzeugten voll und ganz. Der Schlagzeuger begeisterte mit seinen wahnsinns Soli, nicht im Sinne von Gehämmer und Mätzlis sondern im Sinne der Musikalität und dem Rhythmus. Der Posaunist und die Altosaxophonistin verblüfften mit ganz leisen Tönen, Lufttönen und mit ihren rhytmischen Mustern. In einem Stück spielten sie eigentlich fast ausschliesslich Rhythmus und das Susaphon übernahm die Themen und die Melodie. Verblüffend waren auch immer wieder die wohlklingenden Harmoniewechsel. Es war wiederum ein grandioses Konzert.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

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