BERNER SYMPHONIEORCHESTER MIT LO & LEDUC

Live: „Über ds Chrüz“ im Casino Bern am 9. November 2019

Bild Fredi Hallauer

Das Casino Bern war hoffnungslos ausverkauft. Im Parkett gab es nur Stehplätze. Das Publikum war vorwiegend das Publikum von Lo & Leduc, aber auch Klassik Publikum sah man. Die Spannung vor dem Konzert war im Saal sehr gross. Dann kam das grosse Symphonieorchester und sein Dirigent Mario Venzago auf die Bühne.

Bild Fredi Hallauer

Die Musiker der Band von Lo & Leduc waren im Orchester integriert. Zum Auftakt spielte das Symphonieorchester „Toccata und Fuge“ von Johann Sebastian Bach, in einer Orchesterversion von Leopold Stokowski von 1940. Ein gewaltiger Auftakt mit ganz grosser Musik. Dann kamen Lo & Leduc und Julia Portmann auf die Bühne. Das Orchester spielte die Songs, aber ganz anders als gewohnt, Intros und Zwischenteile waren länger und neu komponiert, anstelle eine lauten Breakschlags oder Ton spielte eine einzige feine Geige und viel mehr solche schönen Sachen konnte man hören. Lo & Leduc sangen sehr viel und dies mit der Unterstützung von Julia Portmann, welche das sonst schon tut, aber hier war sie noch wichtiger um auch gegen das starke Symphonieorchester anzuhalten.

Bild Fredi Hallauer

Als Kernstück spielten und sangen sie ein ganz neues 20 minütiges Stück, welches mit einem leeren Blattpapier begann, auf dem dann einmal „Daheime“ stand. Zusammen mit dem sehr jungen Komponisten Sebastian Schwab entstand dann dieses Werk. Die Texte waren eine sehr engagierte Auseinandersetzung mit „Daheime“, es ging um Internet, Herkunft, Ab- und Ausgrenzung, Hoffnung, Flüchtlinge und wohin gehen wir schlussendlich. Ganz jedes Wort war nicht verständlich, da das Symphonieorchester, auch in leisen Passagen ein lautes Instrument war.

Bild Fredi Hallauer

Nach diesem Wahnsinnsstück spielte das Orchester die Wilhelm Tell Ouvertüre von Gioachino Rossini. Dann ging es wieder mit Lo & Leduc weiter und ihren neueren bekannten Liedern, aber immer noch in dieser neuen Form, nicht Klassik nicht Pop. Ganz spannend war auch die 079 Version, welche übrigens die Zugabe war. Dem Symphonieorchester unter der Leitung von Mario Venzago, dem Komponisten Sebastian Schwab und Lo & Leduc mit Band ist hier etwas ganz besonderes gelungen. Es war ein meisterliches Konzert und grosser Abend.

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Am 1. Januar 2020 wird das Konzert im Schweizer Fernsehen gesendet.

Fredi Hallauer

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