SILBEREN

Live: Albumtaufe „Winder“ im Kulturhof Köniz am 8. September 2019

Bild Fredi Hallauer

Regnerischer Sonntagnachmittag 17 Uhr und ein zahlreiches Publikum begrüsst das Quartett Silberen mit grossem Applaus. Die Gruppe belohnte das Publikum mit einem wunderschönen Konzert. Mit Stimme, Hackbrett, Kontrabass, Perkussion und Gitalele erzeugten sie vertraute Töne, aber auch ganz viele neue Klänge, Geräusche und Stimmungen, dazu die Jodel und Lieder, welche von schrecklichen Geschichten bis zu weniger schrecklichen Situationen erzählten. Fröhlich wurde es nie, den die Gruppe verstand es, die klassischen Volksmusikakkorde aufzubrechen und den Inhalten entsprechend zu verändern. Das Konzert umfasste die Lieder und Stücke ihrer beiden Alben, wobei der Unterschied gut zu hören war. auf dem ersten Album mussten sie herausfinden wer sie waren und nun wissen sie es und machen diese mutige unbequeme und trotzdem bekömmliche Musik für die Seele und das Herz ohne diese volkstümlichen Schönmalereien. Silberen ist eine Gruppe die man nicht verpassen sollte, wenn man Neue Volksmusik gerne hat.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

Album: „Winder“ (Zytglogge Verlag)

Das Quartett, welches neue Volksmusik und unbequeme Volksmusik spielt ist mit dem zweiten Album zurück. Sie sind noch einen Schritt weiter gegangen und noch etwas unbequemer und interessanter geworden. Barbara Berger (Gesang, Handharmonium); Nayan Stalder (Hackbrett, Stimme); christian Schmid (Kontrabass, Stimme) und Roli Strobel (Guitalele, Schlagwerk, Handharmonium, Glockenspiel, Stimme) haben viele traditionelle, meist wenig bekannte Stücke und Lieder neu eingekleidet. Es beginnt bereits bei dem Eröffnungsstück dem „Sunnehälbler“ einem Juuz aus dem Muotathal, welcher noch Musik dazu bekam. Eigene Stücke wie „es isch“ gehören auch dazu. Lieder wie „Königskinder“ wurden bearbeitet und mit neuer Melodie ausgestattet, so dass das ganze Drama zur Geltung kommt, ohne theatralisch dramatisch zu sein. so geschah es auch bei den anderen Liedern und Tänzen. Die Lieder sind sehr gesellschaftsrelevant und absolut aktuell. Arm und Reich kommt im „Gspili“ zum Zug, Inzest wird im Lied „Anneli“ behandelt, einem alten traditionellem Lied und auch die anderen Lieder haben es in sich. Hier stimmt einfach alles, Musik, Texte, die Stimmung, die Aussagen und der Klang. Wiederum ein Album für die Jahresbestenliste.

Fredi Hallauer

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