STILLER HAS

Live: Bierhübeli Bern CD Taufe am 16.3.2017

Stiller Has mit neuer CD und in neuer Formation war angesagt, Ohren und Augen waren gespannt. Ein ebenso gespannter oder angespannter Endo stand dann mit seinen vier Männern auf der Bühne. Er wirkte nervös und hat sichtlich Atemprobleme. Trotzdem bringt er die Lieder gut rüber. Im ersten Teil sind neben ein paar neuen Liedern auch viele ältere seiner Lieder zu hören. Die Ansagen sind sehr gut und oft selbstkritisch. Nun zur Band, der Perkussionist Andy Pupato reisst die Band mit seinem Spiel heraus. Der junge Gitarrist macht seine Sache recht aber nicht mehr. Der Produzent und Keyboarder Roman Wyss verbreitet seine Romantik und sein blutjunger Sohn am Bass der spielt da auch mit aber unauffällig. Es tönt wie eine mittelmässige Rock/Pop Band, wäre da nicht Endo am Mikrofon. Nach der Pause ging es zuerst ähnlich weiter. Endo war besser in Form. Dann kam die grosse Wende, Mario Bakovic betrat die Bühne. Auch er hat Songs der neuen CD produziert. Er startete mit der akustischen Gitarre, die Band lebte auf, Endo strahlte und es wurde kreativ. Sie spielten nur noch neue Lieder. Mario Batkovic spielte das Akkordeon, der Gitarrist das Banjo und Andy Pupato kam besser zum Zug. Da bekam die Musik wieder ein roher und rauher Charme der zu Stiller Has passt. Der Gitarrist bekam auch die Möglichkeit zu solieren und zeigte was für ein hervorragender Musiker er ist. Da wurde die Veranstaltung noch zu einem Konzerthighlight der Saison.

Fredi Hallauer

CD: „Endosaurus Rex“ (Sound Service)

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Zuerst eine kurze Warnung. Stiller Has hat noch die typischen Texte und den Sprechgesang von Endo Anaconda aber nicht mehr die typische Musik. Die Band um Schifer Schafer ist nicht mehr. Die neue Band besteht aus neuen Gesichtern. Die CD wurde von zwei Leuten produziert die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber lassen wir das und schreiben über das was es zu hören gibt. Wie bereits gesagt sind die Texte wie immer sehr gut, böse, skuril und vieles mehr. Endo fühlt sich vom Aussterben bedroht, sieht sich auch schon im Altersheim wo es am Freitag fischelet. Es gibt noch viel zu den Texten zu erzählen, aber am Besten ist es sie selber anzuhören. Musikalisch gibt es viel Country und da und dort Balkan. Leider ist bei einigen Liedern musikalisch der Saft etwas ausgegangen oder es wird musikalisch süss, schade. Das musikalisch gelungenste Lied ist „Witwe“. Zusammengefasst lässt sich sagen, Stiller Has hoppelt wie eh und je, von aussterben keine Rede, musikalisch kann er noch etwas mehr Unkraut auf der Wiese spriessen lassen.

Fredi Hallauer

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