CORIN CURSCHELLAS

Interview: Corin Curschellas stand Fredi Hallauer am 15. März 2017 vor dem Konzert im La Cappella Rede und Antwort.

Live: La Cappella Bern am 15.März 2017

Corin Curschellas trat zusammen mit den MusikerInnen ihres Projektes La Nova auf. Sie fühlte sich dehr wohl auf der Bühne und nahm das Publikum mit durch die Welt romanischer Volkslieder. Sie erklärte und erzählte die Situationen und die Geschichten der Lieder sehr bildhaft. Da waren lustige, wehmütige, romantische, traurige und märchenhafte Liedet dabei. Corin Curschellas setzte ihre Stimme sehr vielfältig ein, mal erzählend, jubelnd, jazzig aber auch afrikanische und Weltmusik Einflüsse waren zu hören. Ganz spannend war die Musik an diesem Abend. Markus Flückiger an den Örgelis arrangierte die meisten Lieder. Das tat er aber ni ht im volstümlichen Stil wie erwartet, sondern in der ganzen Bandbreite der Musik, gespielt mit akustischen Instrumenten. Vera Kappeler am Flügel war die Frau der jazzigen Töne. Sie erinnerte an den Stil von Keith Jarrett und setzte Melodien langsam zusammen, nahm sie auseinander und schüttelte kräftig während Corin die Melodie hielt oder auch verliess. Anna Trauffer spielte den Kontrabass sehr virtuos, mal solistisch dann wieder begleitend. Der Schlagwerker Peter Conradin Zumthor würzte die Musik mit leisen und lauten filigranen Rhythmus Mustern und ergänzte die Musik glänzend. Das ganze war ein sehr schöner Konzertabend und ein Highlight der Saison.

Fredi Hallauer

CD: „La Nova“ (Tunes)

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Corin Curschellas aus dem rätoromanischem Teil der Schweiz ist seit Jahrzehnten auf den Bühnen im In- und Ausland zu hören und das immer wieder mit den verschiedensten Projekten. Diese CD „la Nova“ und die dazugehörige Tour spielt sie mit dem Schwyzerörgeler Markus Flückiger, der Pianistin Vera Kappeler, der Kontrabassistin Anna Trauffer und dem Perkussionisten und Schlagzeuger Peter Conradin Zumthor. Diese MusikerInnen machen eine spannende neue Volksmusik, da ist Rhythmus dabei den man in der Volksmusik nicht kennt oder dort wird es plötzlich ziemlich jazzig. Die Musik bleibt aber dabei immer sehr warm und angenehm, obwohl sie sehr dicht ist und es darin immer wieder neues zu entdecken gibt. Corin Curschellas singt 16 rätoromanische Volkslieder die einem von der Melodie her teils irgendwie vertraut vorkommen, aber es schlussendlich nicht sind. Sie holt mit ihrer Stimme und ihrem Engagement für die Sache sehr viel raus. Da und dort singt sie lieblich, kann aber dann mächtig Druck machen, sowohl stimmlich wie im Ausdruck, so wie die Texte es verlangen. Die Texte sind übersetzt und auf www.corin.ch herunterzuladen oder auch hier la_nova_liedtexte_ii . Es lohnt sich die Texte zu lesen denn sie sind wunderschön und wie aus einer anderen Welt. Corin Curschellas und ihre MusikantInnen präsentieren uns hier ein Stück  vergessene Heimat.

Fredi Hallauer

 

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