ZERMATT UNPLUGGED KAUFLEUTEN

Unknown.jpeg

DONNERSTAG 27. OKTOBER 2016

Das gutbesuchte riesige und faszinierende Haus Kaufleuten beherbergte zum 2. Mal eine Version des Zermatt Unplugged. Von Anfang an fiel auf, dass alles sehr gut organisiert war und alles klappte.

CroppedImage450320-Bildschirmfoto-2016-10-28-um-00.21.39.png

Um 19 Uhr eröffnete Archie Faulks in der Lounge das Festival. Er bestach durch seine schönen Songs und einer angenehmen Stimme. Da noch Interviews anstanden konnte ich nicht sehr lange zuhören. Überhaupt alles zu hören war an diesem Anlass nicht möglich, da auf drei Bühnen gespielt wird und das noch teilweise zeitgleich.

CroppedImage450320-Bildschirmfoto-2016-10-28-um-00.33.39.png

 

Im Festsaal trat die in London wohnende isländische Sängerin Emiliana Torrini auf. Sie war schon lange nicht mehr unplugged aufgetreten, sagte sie, hatte aber tolle Musiker gefunden die mithalfen und gemerkt dass sie die schon lange kennt. Neben Gitarren und Stimmen erfüllte eine singende Säge gewisse Synthesizer Parts, faszinierend. Bei diesem Konzert zeigte sich klar, was die sehr sympathische Sängerin für eine schöne und berührende Stimme hat.

CroppedImage450320-ROB3732.jpg

In der Lounge haben unterdessen die Basler Mantocliff begonnen mit ihrem Auftritt. Die vielseitige Popband setzt normalerweise einiges an Elektronik ein. Es war spannend wie sie die Aufgabe unplugged lösten, nämlich mit ihren beiden Bläsern, welche teilweise die Synthieriffs übernahmen oder die Synthies wurden teilweise einfach weggelassen. Es entstand eine faszinierende Musik, welche im Rahmen dieses Festivals gut funktionierte. Einiges dazu trug natürlich die Stimme der Sängerin bei, die in diesem Setting sehr gut zur Geltung kam und überzeugte.

Nach einer kleinen Stärkung noch kurz zu den Dudettes welche im Festsaal spielten. Die drei Frauen boten einen schönen packenden Auftritt, aber auch da war zuwenig Zeit, es reichte nur die Neugierde zu stillen,

20161027_220246.jpg

denn jetzt gings in den Klubsaal zu Chris De Burgh. Der ire stand alleine und meistens zusammen mit einem Pianisten auf der Bühne. Er sang sich durch seine Zeit die er auf der Bühne steht. Von den über 300 Songs die er schrieb, könne er nur einen kleinen Teil in dieser Stunde singen, erklärte er. Es war ein ergreifendes Konzert, den Mann mit seiner typischen und sehr berührenden Stimme sozusagen alleine zu hören und zu sehen. Er sang von seinen romantischen Songs, aber auch solche zu aktuellen Themen, wie Flüchtlinge. Seine Zwischenansagen waren aussagekräftig oder/und humorvoll. Chris De Burgh war sicher der Höhepunkt des Donnerstagsabends.

Alle Fotos Rob Lewis; Ausnahme: Chris De Burgh: Fredi Hallauer

Freitag 28. Oktober 2016

Da fand das Festival ebenfalls statt, ich war aber verhindert.

Samstag 29. Oktober 2016

20161029_191047.jpg

Es begann pünktlich um 19 Uhr in der hübsch nach Zermatter Art dekorierten Lounge. auf der Bühne standen The Company Of Men. Ja sie standen auf der Bühne und das zum ersten Mal, den bisher spielten sie nur Wohnzimmer Konzerte. Unplugged nahmen sie ebenfalls sehr ernst, das Schlagzeug wurde durch feine Perkussion ersetzt und der Gitarrenkoffer in dem ein Mikrofon versteckt war, diente alsPauke. Die Band war froh, dass das Publikum sass und mangels Sitzplätzen, wurden von den Organisatoren rasch Zermatter Schlitten mit Fell drauf heringebracht, es war eine wunderbare Sitzgelegenheit. So konnte man den vier Männern aus der Romandie, welche englisch sangen, bestens lauschen. Das lauschen lohnt sich, vor allem ihrem 4 stimmigen Männergesang, welcher sofort an Crosby, Stills, Nash & Young erinnert. Mit feinem Humor und grosser Musikalität konnten die Talente begeistern.

CroppedImage450320-Bildschirmfoto-2016-10-29-um-21.04.40.png

Im Festsaal traten nun die Turin Brakes aus London. Sie wurden als Folkband angekündigt, gehörten aber eher in den Bereich zwischen Folkrock und Rock, so wie sie spielten. Sie erklärtem dem Publikum, dass sonst jeder einen Lautsprecher- und Verstärkerturm  von 150 bis 200 cm neben sich hat und heute seien sie so leise, es sei fast so wie frischer Schnee der vom Himmel fällt. Die Lautsprecher fehlten aber sie waren wahrscheinlich die lauteste Band des Festivals. Sie spielten packende, kantige Musik und verstanden es das Publikum mitzureissen.

20161029_210638.jpg

In der Lounge übernahm  Marius Bär, der Appenzeller mit der grossen Stimme. auch er rockte richtig los, einfach ohne Synthesizer, aber mit E-Gitarre und Schlagzeug. Er sang nicht nur seine Mundartlieder sondern auch englische Songs mit denen er das zahlreiche Publikum begeisterte.

 

 

 

 

 

 

CroppedImage450320-Bildschirmfoto-2016-10-29-um-23.09.22.png

Ruhiger ging es dann im Festsaal zu, bei John Westmoreland. Der ehemalige Punker spielt heute Singer/Songwriter Musik alleine zur Gitarre, typisch amerikanischer Sound. er hat ebenfalls eine wahnsinns Stimme und sitzt in seiner vollen breite auf dem Stuhl, spielt Gitarre und singt und die Gänsehaut geht den Rücken hinunter. Was braucht es mehr?

20161029_222129.jpg

Nun wurde es Zeit für den Klubsaal, dort waren Simple Minds angekündigt und sie traten natürlich auch auf. Sie nahmen den Unplugged Auftrag sehr ernst und kamen mit Sänger, drei Gitarristen, einer Backgroundsängerin und zum Ersten Mal live dabei, eine wahnsinns Schlagzeugerin und Perkussionistin. Sie überzeugten mit ihrem Auftritt und die Post ging auch in der Unplugged Version ab. Das Publikum sang die Hits mit. Jim Kerr trat in üblicher Art auf, souverän und sicher. Der Gitarrist Charlie Burchill brillierte auf der akustischen Gitarre. Die Backupsängerin bestach durch ihre Stimme, auch beim Sologesang vom rauchigen Alt bis in die Höhe hinauf, von sinnlich bis kratzig. Aber die Frau hinter dem Schlagwerk prägte den Auftritt von Simple Minds. Unplugged kam natürlich das Schlagwerk gut zum Zug und es war eine Freude dieser Frau zuzuschauen die ihr Instrument fast betanzte.

20161029_233939.jpg

Zum Abschluss spielten im Restaurant noch die Oltener Band Memory Of An Elephant, Sie setzten ebenfalls auf Unplugged mit einer Bass Ukulele und der akustischen Gitarre. Banjo und Mandoline sind ja eh unplugged. Sie zeigten ihr können und ihren eigenen Musikstil und bekamen vom Publikum guten Zuspruch. Es war ein toller Auftritt in einer undankbareren Umgebung, nämlich einfach im Restaurant.

Dieses Festival war ein kleines und feines Highlight der Konzertszene. alles war liebevoll eingerichtet. Der Staff war überall freundlich mit den Leuten und meine Ohren hörten nirgends Gehässigkeiten oder böse Worte, obwohl das Lokal shr gut besucht war, die Durchgänge manchmal eng waren. Toiletten waren ebenfalls kein Problem. Die Musik wie beschrieben sehr gut und vielseitig. Hoffentlich gibt es noch viele Zermatt Unplugged Kaufleuten.

Fotos Samstag: Turin Brakes und John Westmoreland von Rob Lewis; sonst Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s